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Bischof Jerzy Samic aus Polen Bischof Jerzy Samiec von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen

Landessynode 2013

Steigende Kircheneintrittszahlen in Polen

Evangelische Kirche als Minderheit in Osteuropa war Thema eines Pressegesprächs mit den ökumenischen Gästen der Landessynode.

Seine Kirche sei Minderheit, habe etwa 70.000 Mitglieder, aber sie wachse, erläuterte Bischof Jerzy Samiec von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Nach dem Krieg sank zunächst die Zahl der Mitglieder auch aufgrund der Auswanderung von Menschen nach Deutschland. Seit dem Jahr 2000 gehe die Ausreisewelle zurück, Beerdigungen und Taufen hielten sich die Waage. Dazu verzeichne seine Kirche etwa 250 Eintritte im Jahr, meist in den großen Städten des Landes.

Bischof Marek Izdebski von der Evangelisch-Reformierten Kirche in Polen Bild-LupeBischof Marek Izdebski von der Evangelisch-Reformierten Kirche in Polen

Probleme in Gemeinden im ländlichen Raum

Bischof Marek Izdebski von der Evangelisch-Reformierte Kirche in Polen erläuterte das im vergangenen Februar geschlossene Abkommen zwischen der Evangelisch-Augsburgischen und der Evangelisch-Reformierten Kirche. Es handle sich nicht um eine Fusion, betonte er, sondern um ein Abkommen. Die Mitglieder bleiben Mitglieder ihrer Kirche, können sich aber in den Gemeinden der jeweils anderen Kirche wählen und sich wählen lassen. Dies sei besonders für seine Kirche wichtig, die einige kleine Gemeinden in ländlichen Gebieten nicht mehr versorgen könne.

Bischof Gusztáv Bölcskei von der Reformierten Kirche in Ungarn LupeBischof Gusztáv Bölcskei von der Reformierten Kirche in Ungarn

150 neue Kirchen in Ungarn

Als „Sandwichkind“ bezeichnete Bischof Gusztáv Bölcskei seine Reformierte Kirche in Ungarn. Mit 1,6 Millionen Mitgliedern sei sie zwar deutlich in der Minderheit gegenüber der katholischen Kirche, aber „richtig klein sind wir nicht“, so Bölcskei. In den vergangenen zwanzig Jahren hätten sie etwa 150 Kirchen gebaut, einen Pfarrermangel gebe es nicht, allerdings würden die Gemeinden in ländlichen Gegenden immer kleiner. Daneben gebe es noch etwa Million reformierter Christen, die außerhalb Ungarns, in Rumänien, Ukraine, Slowakei, Serbien und Kroatien lebten. „Politische Fragen machen den Umgang mit dieser Situation schwierig“, erläuterte er.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 9. Januar 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 16. Mai 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / pas / 09.01.2013



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