Landessynode 2017
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Die Heilige Schrift als Grundlage unseres Glaubens lesen und für wahr halten: Bischof Overbeck hielt die Andacht am Morgen des zweiten Synodentags. Die Heilige Schrift als Grundlage unseres Glaubens lesen und für wahr halten: Bischof Overbeck hielt die Andacht am Morgen des zweiten Synodentags.

Landessynode 2017

Die Wahrheit der Heiligen Schrift zeigt sich im Verhalten der Christen

Christinnen und Christen geben durch ihr ethisches Verhalten einen Beweis für die Wahrheit der Bibel. Darauf verwies der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in seiner Andacht vor der Landessynode 2017. 

„Hinzuzutreten, sich von der Not anderer bewegen zu lassen, zweckmäßig zu handeln, um Not zu beheben und darin einen existenziellen Beweis für die Wahrheit der Schrift zu erblicken, das lehrt uns das Lukas-Evangelium“, sagte der Bischof des Bistums Essen in einer Auslegung des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter (Lukas, Kapitel 10).

Bischof Overbeck befasste sich in seiner Andacht mit dem reformatorischen Prinzip „sola scriptura“, allein die Schrift. Auch die anderen Andachten auf der diesjährigen Landessynode haben die sogenannten „soli“ („allein“) der Reformation als Thema: Mit den Formulierungen „allein Jesus Christus“, „allein die Gnade“, „allein der Glaube“, „allein die Bibel“ werden zentrale reformatorische Überzeugungen zusammengefasst.

„Das Herz unserer Existenz als Christen schlägt dort, wo wir mit solcher Ernsthaftigkeit die Heilige Schrift als Grundlage unseres Glaubens lesen und für wahr halten“, sagte Overbeck weiter. Dabei seien Christinnen und Christen auf die kirchliche Auslegungsgemeinschaft angewiesen. Sie sei für das Verständnis biblischer Texte konstitutiv. Könne jeder Bibeltext doch mehr besagen, als ein Autor ursprünglich beabsichtigte und die einzelnen Leserinnen und Leser für sich erkennen.

Für den Glauben an Gott sei es wesentlich, dass nicht nur jeder einzelne Gläubige, sondern die Gemeinschaft der Gläubigen den Inhalt ihres Glaubens auf Dauer in einer öffentlichen und verbindlichen Form bezeugten.

Bei der Deutung der Heiligen Schrift gehe es nie "Biblizismus", sondern immer um die radikale Gottesliebe. Für ihn als Katholik heiße sola scriptura: "sich in einen offenen Raum zu begeben, in dem wir als Gläubige sowohl in Berührung mit Gott stehen, als auch in Berührung mit der Deutegemeinschaft der Heiligen Schrift, nämlich der Kirche".

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ekir.de, Foto Hans-Jürgen Vollrath / 09.01.2017



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