Taufe Amtshandlungen wie die Taufe gehören selbstverständlich zu den Pfarraufgaben.

Pfarrbild

Rheinische Kirche berät Perspektiven des Pfarrberufs

Die Überlegungen zur den Perspektiven auf den Pfarrberuf in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) schreiten weiter voran. Das Thema wird zurzeit breit beraten. Der Landessynode 2014 wird es dann zur Beschlussfassung vorliegen.

„Uns ist an einem breit angelegten Beratungs- und Beteiligungsprozess in großer Transparenz gelegen“, beschreibt Kirchenrätin Pfarrerin Dr. Dagmar Herbrecht die Haltung der Kirchenleitung. Das liegt auch daran, dass die Kirchenleitung vom großen Interesse an dem Thema weiß.

Pfarrerin Karim Dembek (Kevelaer). Foto: evan-kevelaer.de Pfarrerin Karim Dembek (Kevelaer). Foto: evan-kevelaer.de

Pfarrerin Karin Dembek, Vorsitzende der "Arbeitsgruppe Pfarrbild", erläutert: "Es gibt in der rheinischen Kirche nicht nur ein Pfarrbild. So verschiedenen wie die rheinischen Gemeinden von Emmerich bis Saarbrücken sind, so unterschiedlich sind auch die Pfarrbilder." Darum werde nun von „Perspektiven auf den Pfarrberuf“ gesprochen.

Auch der „Arbeitsgruppe Pfarrbild“, die vom März 2011 an zwei Jahre an den „Perspektiven auf den Pfarrberuf“ gearbeitet hat, "ist eine möglichst breit angelegte und transparente Diskussion wichtig", so Karin Dembek. Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterien und weitere Anstellungsträger müssten – auch miteinander – ins Gespräch über das vorgelegte Papier kommen.

Freude an einem wunderschönen Beruf wecken

"Ich möchte vermeiden, dass die ,Perspektiven auf den Pfarrberuf' mit Misstrauen betrachtet werden, weil zu wenig Menschen die Ergebnisse der Arbeitsgruppe kennen – darum halte ich eine breit angelegte Diskussion für unbedingt erforderlich." Außerdem betont die Theologin: "Das erste Anliegen von ,Perspektiven auf den Pfarrberuf' ist, dass es Freude an diesem wunderschönen Beruf wecken will."

Dr. Dagmar Herbrecht, Leitende Dezernentin für Theologie und Verkündigung. Dr. Dagmar Herbrecht, Leitende Dezernentin für Theologie und Verkündigung.

Was bisher geschah: Ausgangspunkt ist der Antrag des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel auf Erstellung einer Gesamtkonzeption für das Kirchliche Amt und die vielfältigen Dienste wie Verkündigung, Sakramentsverwaltung, Bildungsarbeit und Seelsorge. In der Konzeption sollte die gewachsene Vielfalt der Dienstverhältnisse berücksichtigt werden – mit all ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Diesen Antrag nahm die Landessynode 2009 an und brachte damit die damals so genannte Pfarrbilddiskussion in Gang.

Im folgenden Jahr war das Pfarrbild Thema beim Tag rheinischer Pfarrerinnen und Pfarrer. Auf der Landessynode 2011 erläuterte Prof. Dr. Gotthard Fermor „Kirchliche Berufe – Der eine Dienst und die vielen Ämter“. Und am 29. Januar 2011 vertiefte das Symposium "Pfarrerberuf in der Vielfalt der Milieus" die Debatte.

Außerdem nahm die AG Pfarrbild ihre Arbeit auf. Ihr gehören Mitglieder aus verschiedenen betroffenen landeskirchlichen Ausschüssen an. Mittlerweile hat sie den Entwurf der „Perspektiven auf den Pfarrberuf“ erarbeitet. Dieser liegt nun den Ausschüssen zur Beratung vor.

Wichtig und prägend

Wie es nun weiter geht: Die Ergebnisse der Ausschüsse wird die Kirchenleitung in ihrer außerordentlichen Sitzung am 28. Juni beraten. Dabei geht es dann nicht nur um die inhaltlichen Aspekten. Vielmehr hatte die Kirchenleitung die Ausschüsse auch um Vorschläge für das weitere Beratungs- und Beteiligungsverfahren gebeten – und diese will die Kirchenleitung nun ebenfalls beraten.

„Das Thema Perspektiven des Pfarrberufs ist für unsere Kirche enorm wichtig und prägend“, erläutert Dr. Dagmar Herbrecht. Deshalb widme die Kirchenleitung dem transparenten Vorgehen solch große Aufmerksamkeit. Beraten werde auch, ob und in welcher Form der Textentwurf möglicherweise vorab veröffentlicht werden kann.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 7. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 7. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 07.06.2013



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland – EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung