Landessynode 2014
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Kirchenrat Jürgen Sohn (v.l.), Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer und Präses Manfred Rekowski bei der Pressekonferenz. Kirchenrat Jürgen Sohn (v.l.), Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer und Präses Manfred Rekowski bei der Pressekonferenz.

Landessynode 2014

Konsens zu komplexen Themen

Sparmaßnahmen, evangelische Jugendarbeit und seelsorgliche Begleitung im Zusammenhang mit Suizid waren Themen der zweiten Pressekonferenz.

Minuten nachdem die Landessynode mit wenigen Gegenstimmen ein millionenschweres Sparpaket verabschiedet hatte, äußerte sich der rheinische Präses Manfred Rekowski gegenüber Journalisten zufrieden über den Lauf der Verhandlungen. Besonders kontrovers wurden die Kürzungen beim Arbeitslosenfonds und der Büchereifachstelle diskutiert, aber letztlich habe die Synode gezeigt, „dass sie in der Lage ist, bei komplexen Themen zu einem Konsens zu kommen.“ Er sei zuversichtlich, dass auch die für 2015 anstehende Haushaltskonsolidierung als inhaltlich verantwortungsvoller Prozess gestaltet werden könne.

Von den Sparmaßnahmen ist auch die evangelische Jugendarbeit betroffen: Gekürzt werden Zuschüsse zur Evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit, zum Förderplan der Evangelischen Jugend sowie zur Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof. „Das ist schmerzlich, aber wir werden damit umgehen“, sagte Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer, die der Landessynode den einstimmig verabschiedeten Jugendbericht vorgestellt hat. Evangelische Jugendarbeit sei ein großer Schatz, in den es sich zu investieren lohne. Es gebe eine Menge junger Menschen, die sich engagieren wollen. Für diese gelte es vernünftige Strukturen in Kirche und Gesellschaft zu schaffen. Wichtig ist Enthöfer, dass evangelische Jugendarbeit offen für alle ist: „Sie nimmt sowohl evangelisch getaufte Jugendliche in den Blick, will aber auch, dass nicht evangelische Jugendliche eine Heimat in der Kirche finden können.“

Kirchenrat Jürgen Sohn gab einen Ausblick auf die Handreichung „Niemand nimmt sich gern das Leben“, die sich mit seelsorglicher Begleitung zum Thema Suizid beschäftigt. Angesichts von mehr als 10.000 Selbsttötungen im Jahr, sei Suizidprävention das Ziel der Handreichung. Sie soll Seelsorgern und Gemeinden Orientierung geben. „Es ist uns wichtig, Suizidwünsche aus der Tabuzone rauszuholen. Menschen, die solche Gedanken bewegen, sollen in der Kirche darüber sprechen können“, erklärte Sohn. Auch wenn die Kirche Suizid nicht gutheißen kann, müsse sie den Menschen mit Respekt begegnen.

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ekir.de / cs, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 20.01.2014



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