Perfekt: Die Johanniskirche in Bonn-Duisdorf ist mit gebrauchten Plastiktüten verpackt. Perfekt: Die Johanniskirche in Bonn-Duisdorf ist mit gebrauchten Plastiktüten verpackt.

Bonn

Sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit

Sie haben gesammelt, genäht, geplant, nun ist die Aktion vollbracht: Die Johanniskirche in Bonn-Duisdorf ist komplett mit gebrauchten Plastiktaschen verhüllt. "Ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft" nennt Pfarrerin Dagmar Gruß die Aktion.

Mehrere Menschen waren beteiligt an der Verpackung der Johanniskirche. Mehrere Menschen waren beteiligt an der Verpackung der Johanniskirche.

Detailbild von den zusammengefügten Tüten. Detailbild von den zusammengefügten Tüten.

Mehrere Monate lang haben Menschen Plastiktüten gesammelt. "Allesamt gebrauchte Tüten", wie die Gemeindepfarrerin betont, natürlich wäre es widersinnig gewesen, für das Projekt neuen Müll zu produzieren. Und diese Tüten haben die Beteiligten dann zu 23 Meter langen Planen zusammengenäht.

Von innen gesehen, hat die Johanniskirche nun bunte Fensterscheiben. Von innen gesehen, hat die Johanniskirche nun bunte Fensterscheiben.

Und dann begann die Verhüllung. Für Projektleiter Joachim Conradus war das Einpacken des Turms die größte Herausforderung. Doch trotz einzelner lockerer Schindeln ist alles gelungen.  

Nun also ist die Johanniskirche verhüllt - das wird sie bis 28. September auch bleiben. Ein weithin sichtbares Projekt gegen Verschwendung und Müllberge. Zur Vorgeschichte der Aktion gehört, dass die Evangelische Johanniskirchengemeinde Bonn-Duisdorf schon länger engagiert ist im Kampf gegen Plastikmüllberge. Sie ist Mitglied im Bonner Netzwerk "Plastiktüte? Nein danke".

Wenn die Aktion zusätzlich auch Aufmerksamkeit für die Kirche selbst bewirkt, dann ist das gewollt. Pfarrerin Gruß hofft, dass die Menschen die Johanniskirche in diesen Tagen bewusster wahrnehmen und sie nach Ende der Aktion "in neuem Licht" sehen. 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 17. September 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 17. September 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / ger, neu; Fotos: Martin Magunia / 17.09.2013



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