Landessynode 2016

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Pressekonferenz Pressekonferenz mit (v.l.) Barbara Rudolph, Professor Dr. David Elcott und Dr. Volker Haarmann

Landessynode 2016

"Lasst uns nicht allein"

„Den Frieden im Nahen Osten müssen am Ende die Konfliktpartner finden“, betonte die rheinische Ökumene-Chefin Barbara Rudolph. Doch Partner in der Region hätten gesagt: „Lasst uns nicht allein“, und die Initiative für den Friedensprozess nehme dies auf.

Die Gesprächsinitiative „Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina“ der Evangelischen Kirche im Rheinland erinnert an die völkerrechtlich verbindliche Beschlusslage einer „Zwei-Staaten-Lösung“ mit einer palästinensischen Eigenstaatlichkeit als Folge. Ausgangspunkt sind Beschlüsse der Landessynode in den vergangenen Jahrzehnten, in denen die Solidarität mit Israel und das Eintreten für dessen Sicherheit ausgedrückt wurden.

„Für manche mag dieser Beschluss jetzt überraschend kommen“, erläuterte Barbara Rudolph am Donnerstag in einer Pressekonferenz zur Landesynode der rheinischen Kirche in Bad Neuenahr. Doch auch wenn angesichts anderer Konfliktherde im Nahen Osten der Konflikt Israel-Palästina „nur bei Messerangriffen in der Tagesschau“ erscheine, dürfe er nicht vergessen werden. Menschen, die dort lebten, brauchten die weltweite Solidarität.

Rudolph: „Alles andere als blauäugig“

„Es ist ein Beschluss für Israel und für die Menschen in der Region eine Unterstützung“, erläuterte die Theologin. Dabei sei die rheinische Kirche alles andere als blauäugig. Drei Mal komme im Text das Wort Sicherheit vor und ihr sei bewusst, dass Israel ohne militärische Gewalt nicht fortbestehen könne.

Für die Umsetzung der Initiative will die rheinische Kirche mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), anderen Landeskirchen, ökumenischen Partnern, jüdischen und muslimischen Partnern im Inland sowie jüdischen und palästinensischen Gesprächspartnern im Nahen Osten reden. Über den Beauftragten der EKD bei der Bundesregierung will man das Gespräch mit der Bundesregierung suchen.

Elcott: Verantwortung gegen Israel und dem jüdischen Volk

Dr. David Elcott, Professor of Practice in Public Service and Leadership an der New York University, hat die Gesprächsinitiative bei der Landessynode vorgestellt und erläuterte bei der Pressekonferenz, dass sie aus der Verantwortung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk erwachsen sei. Einen Bruder oder eine Schwester könne man kritisieren, ohne Schuld auf sich zu laden, sagte er mit Blick auf die biblische Sicht. Die Evangelische Kirche im Rheinland spreche nicht aus einer Situation der Distanz, sondern der Verbundenheit.

Elcotts Familie stammt aus dem Rheinland. Er war Direktor für Interreligiösen Dialog beim „American Jewish Committee“ und später Executive Director beim Israel Policy Forum, einer großen Nicht-Regierungsorganisation in den USA, die sich für einen jüdischen, demokratischen Staat mit friedlichen Beziehungen zu seinen Nachbarn einsetzt. Seit 40 Jahren setzt er sich für Konfliktlösungen im Nahen Osten ein. Auch wenn er den Erfolg dieser Bemühungen nicht abschätzen kann, sagt er: „Meine Kinder und Enkel soll wissen, dass ich alles getan habe, was ich konnte“.

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ekir.de / rtm / Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 14.01.2016



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