Landessynode 2016

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Pressekonferenz Abschluss-Pressekonferenz mit (v.l.) Vizepräses Christoph Pistorius, Präses Manfred Rekowski und Vizepräsident Johann Weusmann

Landessynode 2016

„Weite wirkt!“ nur in Relation

Weltverantwortung, Flucht und die Trauung Eingetragener Lebenspartnerschaften standen im Zentrum der Pressekonferenz zum Abschluss der 68. ordentlichen Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland am Freitag in Bad Neuenahr.

Ausgesprochen zufrieden zeigte sich der Präses mit den Ergebnissen, dem Verlauf und der Atmosphäre der Synode. „In der einen Welt Gottes hoffen wir auf die andere“, nahm er als Thema aus dem Abschlussgottesdienst auf und bezeichnete es als eine Art „roten Faden der Synode“. Das habe sich zum Beispiel bei Themen wie Flucht, Weltverantwortung und Israel-Palästina in den vergangenen Tagen gezeigt.

Ausdrücklich hob Rekowski die positive Debattenkultur während der Synode hervor. Das galt für die Einbringung von Professor Dr. David Elcott zum Punkt Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina ebenso wie die Debatte um die Trauung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.

Bei den Beschlüssen unterstrich der Präses das Thema Flucht. Inhaltlich nahm die Synode zu den Punkten Flucht und Außengrenzen der Europäischen Union sowie Integration in Deutschland Stellung. Darüber hinaus stellt die Landeskirche im aktuellen Jahr 1,5 Millionen Euro für Flüchtlingsarbeit zu Verfügung. Damit werde schwerpunktmäßig die Arbeit der ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Gemeinden und Kirchenkreisen gefördert, so Rekowski.

Von der Begleitung zur Trauung

Vizepräses Christoph Pistorius, betonte für das Motto der Synode „Weite wirkt!“ die Bedeutung der Anregungen von außen. „Ohne die Gespräche in der Ökumene und den Austausch mit Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft könnten und bräuchten wir unsere innerkirchlichen Themen eigentlich gar nicht behandeln“, so der Theologe. Nur in Relation mit anderen Menschen gelte: „Weite wirkt!“. In der Synode sei dieses Thema in Debatten, Grußworten und Predigten immer wieder zur Sprache gekommen.

Vizepräsident Dr. Johann Weusmann erläuterte, dass mit dem Beschluss zur Trauung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften jetzt eine Gleichstellung erreicht sei. In der Beschlusslage der rheinischen Kirche von 2000 zur gottesdienstlichen Begleitung von homosexuellen Partnerschaften sei festgehalten worden, dass sich Begleitung von der Trauung unterscheiden müsse. Das gebe es nun nicht mehr. „Die Synode hat sich intensiv mit dem Thema befasst und über das Ergebnis freue ich mich“, sagte er. Mit der Veröffentlichung im kirchlichen Amtsblatt im März dieses Jahres sei die Neuregelung gültig.

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ekir.de / rtm / Foto: Ralf Peter Reimann / 15.01.2016



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