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    Landessynode 2018

    „Ein bisschen mehr Herbst“

    Die Großwetterlage in Sachen Ökumene und die Vorstellung von zwei Büchern zum Thema standen im Mittelpunkt der dritten Pressekonferenz auf der Landessynode 2018 in Bad Neuenahr.

    „Es herrscht ein milder Frühling in der Ökumene in Deutschland“, sagte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt, bei der dritten Pressekonferenz auf der Landessynode in Bad Neuenahr.

    Das Jahr des Reformationsjubiläums sei ein ökumenisches Highlight und ein großer Anschub gewesen. Auch die Äußerungen des Papstes bezüglich der Ökumene findet die Theologin ermutigend. „Auch dort entwickelt sich etwas und wir sind gespannt.“ Für die Zukunft wünscht sich Barbara Rudolph aber noch „ein bisschen mehr Herbst. Ich würde gerne schon ernten, was es an Früchten gibt.“

    Politische Probleme innerhalb Europas wirken sich auf Kirchen aus

    Die Wetterlage in Europa beurteilte Rudolph als etwas kühler als in Deutschland. Problematisch sei das  politische Auseinanderdriften zwischen Ost- und Westeuropa, das sich auch auf die Beziehungen zwischen den Kirchen auswirke. Ebenso das Verhältnis zwischen den Ländern in Binneneuropa und denen an den EU-Außengrenzen, wie Italien oder Griechenland, wo der Einsatz für Flüchtlinge die Arbeit der Kirchen prägt.

    Die  weltweite Ökumene beschäftige das rasante Wachstum von charismatischen und pfingstlerischen Gemeinden, vor allem in Afrika.Ein großes Problem seien der Klimawandel und seine Folgen wie Überhitzung und Dürrekatastrophen. Kirchen weltweit seien gefordert zu helfen.

    Ökumene ist nichts für Spezialisten

    Neben dem Blick auf die ökumenische Großwetterlage wurden auf der Pressekonferenz zwei Bücher vorgestellt. Das Werkbuch „Ökumene vor Ort und weltweit“, herausgegeben von der rheinischen Kirche und dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ), soll helfen, Ökumene besser zu verstehen und umzusetzen, sagte Ursula Thomé, Pfarrerin im GMÖ,  die verantwortlich an der Erstellung des Buches mitgewirkt hat. „Ökumene ist  kein Extra, sondern Wesentlich für unsere Kirche. Sie ist für alle und nicht nur für Spezialisten,“ erklärte die Theologin.  

    Das Werkbuch richtet sich vornehmlich an Gemeinden und kirchliche Einrichtungen. Es gibt zahlreiche  Beispiele und Anregungen für Ökumene an der Basis und zeigt auf, das Ökumene nicht die Beziehung  zwischen evangelischer und katholischer Kirche ist,  sondern eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen, die in sichtbarer Einheit Verantwortung für die Welt übernehmen.

    Das zweite vorgestellte Buch „Nehmt einander an“, herausgegeben von Hans-Georg Link und Barbara Rudolph, dokumentiert alles, was in der rheinischen Kirche von 1965 bis 2007 auf  Synoden und Veröffentlichungen über Ökumene gesagt wurde. „ Dass es so ein dickes Buch geworden ist, hat mich überrascht“, sagte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph. „Aber es zeigt, dass wir Ökumene zu einem Schwerpunkt in unserer Kirche gemacht haben.“

     

     

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    ekir.de / cs, Foto: Jan Ehlert, Video: Marcel Kuß / 10.01.2018



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