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    Landessynode 2018

    Baustelle KiBiz und der Weg zum gerechten Frieden

    Der Leitungswechsel in der Abteilung Bildung und das von der Synode verabschiedete Friedenswort waren Themen der vierten Pressekonferenz auf der Landessynode 2018 in Bad Neuenahr.

    Viel hat Oberkirchenrat Klaus Eberl mit seiner Abteilung Bildung und Erziehung im Landeskirchenamt geschafft, nur eines bedauert er: „Ich habe gehofft, noch eine große Frage zu lösen, nämlich die der Kita-Finanzierung“, sagte der scheidende Abteilungsleiter bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

    In Bezug auf die „große Baustelle“ des Kinderbildungsgesetz (KiBiz) gebe es aber mit der katholischen Kirche bereits einen Konsens über die  notwendigen Forderungen. „Wir wollen eine Finanzierung der Träger ermöglichen und die Vielfalt in NRW erhalten,“ so Eberl, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand geht.  Ein Schwerpunkt  in der Arbeit der Bildungsabteilung werde es nun sein, mit der Landesregierung die Bedingungen auszuhandeln.  

    Seine Nachfolgerin Henrike Tetz, die heute von der Landessynode gewählt wurde und derzeit Superintendentin in Düsseldorf ist, versteht kirchliche Bildung als lebensbegleitende Arbeit, die Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen unterstützt. „Und dazu gehört  auch ganz besonders die Kita-Arbeit, bei der Familien insgesamt erreicht werden,“ sagte Tetz. Eine weitere Stärke der kirchlichen Bildungsarbeit sei die außerschulische Jugendarbeit, „eine Öffnung der Kirche für viele“. Im Sinne von lebensbegleitendem Lernen sieht Tetz große Chancen in der Kooperation mit Schulen in der Ganztagsbetreuung.

    Im zweiten Teil der Pressekonferenz ging es um das Friedenswort, das die Landessynode heute als Diskussionsimpuls beschlossen hat. Das Papier enthält konkrete Forderungen und die Positionierung, dass die rheinische Kirche eine Kirche des gerechten Frieden werden möchte, und soll bis 2021 auf allen Ebenen der rheinischen Kirche diskutiert werden.  

    Die Landessynode habe damit einen Doppelpunkt gesetzt, erläutert Superintendent Jens Sannig, Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Verantwortung. „Militärische Interventionen sind heute fast schon eine Selbstverständlichkeit geworden,“ sagte Sannig. „Aber wir wollen die Ultima Ratio überwinden, Schritt  für Schritt.“  Das sei ein langer Prozess, den die rheinische Kirche mit Ernsthaftigkeit angehen wolle. „Wir wissen nicht automatisch, was richtig ist“, so Sannig. Jetzt gehe es darum „zu fragen, was wir brauchen und in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen,  dass wir andere Wege suchen.“

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    ekir.de / cs, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 11.01.2018



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