EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr
A bis Z

Seelsorge in der Forensik

Die evangelische Seelsorge in der Forensik begleitet Menschen, die gleich zweifach stigmatisiert sind: Sie sind psychisch krank und sie haben eine Straftat begangen.

Aufgrund ihrer psychischen Erkrankung werden sie jedoch für schuldunfähig oder vermindert schuldfähig erklärt und nicht zu einer Haftstrafe, sondern zur Unterbringung in der Forensik verurteilt, die zeitlich unbefristet ist, und bei der Behandlung und Sicherung im Vordergrund stehen.

Im Ramen des Maßregelvollzugs erhalten psychisch kranke Straftäter eine psychiatrische und psychotherapeutische therapeutische Behandlung oder werden sofern sie nicht therapierbar sind dort verwahrt.

Im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland gibt es in Bedburg-Hau, Viersen, Langenfeld, Düren, Köln, Andernach und Merzig Forensiken. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in forensischen Einrichtungen arbeiten, haben sich bundesweit in einem Arbeitskreis „Maßregelvollzug“ bei der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge zusammenge-schlossen. Zurzeit arbeiten acht Frauen und Männer beruflich in der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Seelsorge in der Forensik.

Grundlage evangelischer Seelsorge in der Forensik ist die Überzeugung, dass jeder Mensch als Gottes Ebenbild geschaffen ist und dass keine Tat – so schrecklich sie auch sein mag – diese Ebenbildlichkeit eines Menschen aufheben kann. Gerade darum gehören auch die Fragen nach Schuld und Verantwortung, nach Vergebung und einem neuen Anfang zu einer echten seelsorglichen Begegnung.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

23.12.2009



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.