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Landessynode 2011

Vorlage zu Fragen des Seelsorgegeheimnisses

Die Landessynode 2011 wird entscheiden, ob das Seelsorgegeheimnisgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) künftig auch im Rheinland gelten soll.

Seelsorgegespräch Seelsorgegespräch

Dazu liegen der Landessynode die Drucksachen 29 und 30 vor. Das neue Seelsorgegeheimnisgesetz definiert Seelsorge als aus dem christlichen Glauben motivierte und im Bewusstsein der Gegenwart Gottes vollzogene Zuwendung. Seelsorge, kurz formuliert, ist „Rat, Beistand und Trost in Lebens- und Glaubensfragen“. Zu den Regelungsfeldern des Gesetzes gehört insbesondere der Schutz des Seelsorgeheimnisses, das unter den Schutz der Kirche gestellt wird. Das Neue steht im Gesetz in Absatz 2 des Paragraphen 3. Demzufolge können über Pfarrerinnen und Pfarrer hinaus von der Kirche auch andere Menschen ehren-, neben- oder hauptamtlich einen Seelsorgeauftrag erhalten und dadurch dann unter den Schutz des Gesetzes gestellt werden. „Das ist der Clou des Gesetzes“, erläutert Kirchenrechtsdirektor Henning Boecker.

Wer sich einer Seelsorgerin bzw. einem Seelsorger anvertraut, soll und muss sich auf Verschwiegenheit verlassen können. Dementsprechend heißt es im Gesetz: „Das Beichtgeheimnis ist unverbrüchlich zu wahren.“ Stichworte Zeugnisverweigerungsrecht und Beweiserhebungsverbot: Darum geht es an der Schnittstelle zu staatlichem Recht. Wenn die Landessynode 2011 das EKD-Gesetz annimmt, wird eine rheinische Besonderheit eingeflochten. Denn das Gesetz soll über den Kreis der Pfarrerinnen und Pfarrer hinaus auch ausdrücklich für diejenigen gelten, die in der Evangelischen Kirche im Rheinland (auch) ordiniert sind und einen besonderen Seelsorgeauftrag haben: Prädikantinnen und Prädikanten sowie Pastorinnen und Pastoren im Ehrenamt.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 5. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 29. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 05.01.2011



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