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Landessynode 2011

Sultan im Harem: Grußworte am Sonntagabend

Dr. Matthias Ring, Bischof der Altkatholiken in Deutschland, auf der Landessynode 2011 Dr. Matthias Ring, Bischof der Altkatholiken in Deutschland, auf der Landessynode 2011

Die Mentalität der römisch-katholischen Kirche sei ihm näher, aber rein praktisch habe er doch stärkere und engere Kontakte zu seinen evangelischen Partnern, erklärte der Bischof der Alt-Katholiken Dr. Matthias Ring in seinem Grußwort vor der Landesynode.

Oft werde er gefragt, ob ihm die evangelische oder die römisch-katholische Kirche näher stehe. „Da fühle ich mich fast wie ein Sultan, der im Harem bestimmen solle, wer seine Lieblingsfrau ist“, schilderte er. Der Vorteil im Verhältnis zwischen den Alt-Katholiken und den Protestanten sei, dass man bei allen Gemeinsamkeiten immer auch die Unterschiede im Blick habe und bereit sei, den anderen mit seinen Unterschieden zu akzeptieren. Ring bedankte sich für das unkomplizierte Miteinander der Kirchen und die gute Zusammenarbeit.

Präses Ansgar Hörsting auf der Landessynode 2011. Bild-LupePräses Ansgar Hörsting auf der Landessynode 2011.

Ein unerschütterliches Fundament, ein starkes Vertrauen und ein festes Herz wünschte Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden Deutschland, in seinem Grußwort der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). „Gott ist ein Fels, unerschütterlich, zuverlässig, ewig“, führte er aus. Und damit sei Gott ein unzerstörbares Fundament.

Hörsting erinnerte an Martin Luther: „Eine feste Burg ist unser Gott“. Im Hinblick auf das Vertrauen erklärte er: „Eine große Kunst dabei ist, nötige zeitgemäße Wege zu gehen und Entscheidungen zu treffen, aber das eben nicht aus Misstrauen dem Wirken Gottes gegenüber, sondern in Vertrauen auf ihn.“ Und wer Gott vertraue, der bekomme ein festes Herz und werde verlässlich, standhaft und stark.

„Sie kommen hier zusammen, um dem Vertrauen auf Gott in konkreten Entscheidungen Ausdruck zu geben. Tun Sie es als fromme, vertrauende und feste Menschen“, forderte er die Synodalen auf und bedankte sich für das gute Zusammenwirken zwischen der rheinischen Kirche und dem Bund Freier evangelischer Gemeinden.

Grußwort Hörsting zum Nachlesen

Prälat Dr. Gerd Lohaus auf der Landessynode 2011. Bild-LupePrälat Dr. Gerd Lohaus auf der Landessynode 2011.

Über die Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche hat Prälat Dr. Gerd Lohaus in seinem Grußwort gesprochen. Den Landessynodalen überbrachte er Grüße aus den katholischen Bistümern im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland . „Die katholische Kirche würde ihrer Identität beraubt, wenn sie diese Differenzen einfach überspringen würde“, erklärte Lohhaus, der im Bistum Essen Leiter der Zentralabteilung Glaubenslehre, Liturgie und Ökumene ist.

Misstrauen an der Amtskirche sei kein Fundament für ökumenische Arbeit. Man müsse Ökumene theologisch begründen, sonst scheitere sie, führte er aus.

Grußworte zum Hören

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 7. Juli 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 4. August 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

07.07.2011



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