Landessynode 2014
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Petra Bosse-Huber beim Gottesdienst zu ihrer Verabschiedung. Petra Bosse-Huber beim Einzug in den Gottesdienst zu ihrer Entpflichtung.

Landessynode 2014

"Lange und aufregende Reise mit der rheinischen Kirche"

Bis auf die Treppe im Foyer des Tagungszentrums drängte sich das Publikum, als die Synode der rheinischen Landeskirche die ehemalige Vizepräses Petra Bosse-Huber verabschiedete. Seit Jahresbeginn ist sie Auslandsbischöfin im Dienste der EKD.

Präses Manfred Rekowski emtpflichtet Petra Bosse-Huber und spricht ihr Gottes Segen zu. LupePräses Manfred Rekowski emtpflichtet Petra Bosse-Huber und spricht ihr Gottes Segen zu.Download

Im Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr war die Theologin zuvor von ihrem Dienst offiziell entpflichtet worden. Dabei unterstrich Präses Manfred Rekowski, dass Bosse-Huber ab 2001 als Oberkirchenrätin und ab 2003 als Vizepräses "zentrale kirchliche Aufgaben" übernommen hatte. Zu den großen von ihr mit vorangebrachten Themen und Projekte in jüngster Zeit gehörten u.a. die Leitvorstellung "missionarische Volkskirche sein", die flächendeckende Versorgung in der Polizeiseelsorge, die Weiterarbeit an der Konzeption des Theologischen Zentrums Wuppertal und zuletzt der Beginn der Arbeit an Perspektiven des Pfarrberufs, der nun der Landessynode 2014 vorliegt.

Die Theologin habe die rheinische Kirche entscheidend mitgeprägt. "Legendär" nannte er den Einsatz der damaligen Elberfelder Landessynodalen in der Diskussion um Homosexualität und Segnung. Sie habe die Auseinandersetzung im Innern zusammengehalten und "öffentlich herausragend kommuniziert".

Petra Bosse-Huber mit dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers (v.l.), dem Präses, Diakoniechef Dr. Uwe Becker sowie Dr. Arne Kupke aus Westfalen. Petra Bosse-Huber mit dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers (v.l.), dem Präses, Diakoniechef Dr. Uwe Becker sowie Dr. Arne Kupke aus Westfalen. Download

Zum Festakt gab es Musik für Trompete und Klavier und Worte der Würdigung – zunächst von Oberkirchenrat Dr. Arne Kupke von der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er betonte Bosse-Hubers für ihn lehrreichen Führungsstil und bedachte sie mit einem Korb voller westfälischer Köstlichkeiten. Ein anderes Paket hatte der Direktor der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe Prof. Dr. Uwe Becker gepackt: einen Notfallkoffer mit Nützlichem aus dem reichen Fundus von Werbegeschenken der Diakonie für die langen Dienstreisen. Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers wiederum bedankte sich dafür, wie Bosse-Huber sich vor einigen Jahren für die Sicherung der Polizeiseelsorge eingesetzt habe.

Petra Bosse-Huber Petra Bosse-HuberDownload

Nach einem weiteren Dank von Präses Manfred Rekowski an die "profilierte tiefsinnige Theologin" und "engagierte Anwältin von Benachteiligten", die Seelsorgerin und Musikliebhaberin, sprach die Auslandsbischöfin selbst und bedankte sich für die „lange und manchmal ziemlich aufregende“ Reise mit der rheinischen Kirche. Zur Freude der Zuhörenden teilte sie eine Erinnerung an die Synodentagungen in Bad Neuenahr: Als sie als junge Studentin in Winterkälte politische Mahnwache vor dem alten Kursaal hielt, ermutigte sie ein freundlicher älterer Herr – es war Heinrich Böll. Besonders an der rheinischen Synode sei, dass auch nach harten Auseinandersetzungen sich sofort wieder eine Kultur des Respekts durchsetzen könne, sagte Petra Bosse-Huber. 

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ekir.de / roß, neu, Fotos: Hans-Jürgen Vollrath / 19.01.2014



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