Einstieg
Landessynode 2010

Weitere Anpassungen für die Zukunft

Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Christian Drägert, hat über die Umsetzungen der auf der außerordentlichen Landessynode 2006 beschlossenen Sparmaßnahmen berichtet.

Damals waren Einsparungen von 20 Prozent bis 2012 gegenüber dem Haushalt 2006 beschlossen worden. Insgesamt, so führte er aus, laufe die Umsetzung der Spar- und Strukturmaßnahmen planmäßig. Doch es „wird immer deutlicher, dass die Maßnahmen nicht ausreichen, um die Evangelische Kirche im Rheinland auf die nächsten Jahrzehnte vorzubereiten“.

Er verwies auf die demografische Entwicklung und die negative Kirchensteuerentwicklung. Denn die „bis 2012 zu erzielenden Maßnahmen reichen schon jetzt nicht mehr aus, um einen ausgeglichenen Haushalt auf landeskirchlicher Ebene herzustellen“, warnte er.

Zukünftige Aufgabenverteilung klären

So müsse geklärt werden, welche Aufgaben in Zukunft durch die landeskirchliche Ebene wahrzunehmen seien und wie die Aufgaben zuzuordnen seien, um die Erfüllung kreiskirchlicher Aufgaben sicherzustellen. Man müsse ebenso die Verteilung von Aufgaben zwischen Kirchenkreisen und Landeskirche überdenken und gegebenenfalls Finanzströme anpassen.

In Bezug auf die Umorganisation des Landeskirchenamtes im Februar vergangenen Jahres räumte er „Detailschwierigkeiten“ und „Anfangsschwierigkeiten“ ein, betonte jedoch, dass die „Rückmeldungen überwiegend positiv“ seien. Aus seiner Sicht „ist die Umstrukturierung alles in allem gut gelaufen“. Im Frühjahr ist eine externe systematische Auswertung der Umorganisation geplant. Und, so Drägert: „Es geht weiter.“ Der Stellenplanentwurf 2010 sieht 254 Stellen, von denen 33 nicht wieder besetzt werden. Ziel ist ein Personal-Soll von 221 Stellen. „Hier ist wirklich keine Luft mehr. Weitere Personaleinsparungen setzen die Einschränkung oder Beendigung von Aufgaben voraus.“

Konzept für Internate

Im Bildungsbereich, also bei Schulen und Internaten, hatte die Landessynode 2006 beschlossen, 4,5 Millionen Euro zu sparen. Hier wurde inzwischen in der Verwaltung in „erheblichem Maße Personal reduziert.“ Drägert verwies auf die Gründung der Schulstiftung. Er berichtete über Verwaltungsleiter, die für mehrere Schulen zuständig sind. In diesem Jahr werde ein Konzept fertiggestellt, wie die verbliebenen Internate kostendeckend arbeiten können.

Bei alledem solle und werde das presbyteral-synodale System nicht infrage gestellt. „Jedoch müssen wir innerhalb des Systems weitere Anpassungen vollziehen, damit die Evangelische Kirche mit ihren Arbeitsfeldern zukunftsfähig bleibt“, so Drägert.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 23. Februar 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 23. Februar 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / pas / 23.02.2010



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