Landessynode 2017
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Für die Siegburger Schulpfarrerin Anette Hirzel gehören Glaube und Verstehen zusammen. Für die Siegburger Schulpfarrerin Anette Hirzel gehören Glaube und Verstehen zusammen

Landessynode 2017

Glaube und Verstehen gehören zusammen

Luthers Glaubensentdeckung, dass der Mensch allein durch den Glauben - sola fide - gerecht wird, war aus Sicht der Siegburger Schulpfarrerin Annette Hirzel keine spontane Eingebung, sondern ist das Ergebnis seiner gründlichen Auslegungsarbeit am Bibeltext, sagte die Theologin in einer Wortmeldung auf der Landessynode 2017. 

Für sie bedeute das: „Glaube und Verstehen gehören zusammen“, so Hirzel. Glaube orientiere sich am Textverstehen, erläuterte die Schulpfarrerin. Dabei sei es oft mühsam – auch im Religionsunterricht – die alten, biblischen Texte „verstehensmäßig und nicht nur gefühlsmäßig“ zu erschließen. Den Neutestamentler Gerd Theißen zitierend beklagte Hirzel, dass viele Protestanten heute andere Glaubensquellen neben der Bibel suchten, wie zum Beispiel Meditation und Spiritualität oder Kultur und Ethik. Dagegen helfe nur eine Exegese, die die Bedeutung der Bibel neu zur Geltung bringe. Für sie bedeute das: „Ich habe keine andere Quelle, von Gott zu reden – sola scriptura. Und ich bin noch längst nicht damit durch.“ 

Wortmeldungen sind ein Format der Landessynode: Plenarsitzungen werden für kurze persönliche Statements unterbrochen. In diesem Jahr beschäftigen sich die Wortmeldungen mit den vier Soli, die Martin Luther als Grundlagen des Glaubens erkannt hat: Jesus Christus, Gnade, Glaube und Bibel (solus Christus, sola gratia, sola fide und sola scriptura). Diese vier Soli wurden zum Reformationsjubiläum neu akzentuiert: Jesus Christus ... Gott will bei mir wohnen. Gnade ... kommt mir entgegen. Glaube ... tut mir gut. Die Bibel ... sagt mir was.

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ekir.de / uks, Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 13.01.2017



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