Am Mittwoch, 10. Dezember 2025, um 18:30 Uhr lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit MG ein
zum Vortrag „Mönchengladbacher Bohème und das städtische Judentum 1914 – 1945″
Referent ist Prof. Dr. RALF GEORG CZAPLA (apl. Professor am germanistischen Seminar der Universität Heidelberg)
Ort: Zentralbibliothek Carl Brandts Haus Mönchengladbach, Hilde-Sherman-Zander-Str. 6, 41061 Mönchengladbach
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht per E-Mail an: gcjz-veranstaltungen@t-online.de oder über Tel. 0155-6067902
Nationalsozialismus und Krieg bedeuteten das jähe Ende für zwei Formationen, die bis dahin das kulturelle Leben in Mönchengladbach wesentlich mitgetragen hatten: für die künstlerische Bohème um Schriftsteller wie Heinrich Lersch und Hans Leifhelm und Maler wie Karl Cohnen zum einen und für die jüdisch-mosaischen Synagogengemeinden der Stadt, der u.a. der Philosoph Hans Jonas und der Rechtsanwalt Josef Joseph („der doppelte Jupp“) angehörten, zum anderen.
Der Vortrag zeigt am Beispiel ausgewählter Persönlichkeiten der Mönchengladbacher Stadtgeschichte, wie vielfältig sich das Miteinander von Avantgarde und Judentum gestaltete. Er zeigt aber auch, warum beide zu keiner gemeinsamen Haltung zu finden vermochten gegen eine politische Bewegung, die ihnen ihre Daseinsberechtigung absprach.
Zur Person Ralf Georg Czapla:
Er ist apl. Professor am germanistischen Seminar der Universität Heidelberg.
Schwerpunkt seiner Arbeiten sind Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturgeschichte.
Da er in Immerath geboren und aufgewachsen ist, ist er dem Niederrhein und der Stadt Mönchengladbach sehr verbunden.