Die Ordination eröffnet neue Möglichkeiten

  • 08.07.2026

Manuela Osinski, Jugendleiterin in Waldniel, wurde am 14. Juni 2026 ordiniert.

„Es war eine große Umstellung, in die kirchliche Jugendarbeit zu wechseln, aber ich habe es nicht bereut“, sagt Manuela Osinski. „Ich kann hier sehr frei arbeiten und es gibt ein tolles Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen.“ Die 48jährige Sozialpädagogin arbeitet seit neun Jahren bei der Ev. Kirchengemeinde Waldniel. Jetzt wurde sie im Rahmen eines bunten Familiengottesdienstes ordiniert und kann in Zukunft weitere Aufgaben in der Kirchengemeinde übernehmen.

Fünfzehn Jahre hat Manuela Osinski nach dem Sozialpädagogikstudium bei der Stadt Wuppertal gearbeitet. „Ich war zuerst in der Jugendgerichtshilfe und im Jugendamt tätig, später bin ich in die Migrationsberatung gewechselt“, erzählt sie. Die Aufgaben haben ihr auch Spaß gemacht, aber sie habe die Arbeit mit Gruppen vermisst. „Es war Einzelfallhilfe. Die Zielsetzung war klar vorgegeben: die Menschen sollten möglichst rasch befähigt werden, ohne Hilfe zurechtzukommen.“ Auch weil ihre eigenen Kinder eher auf dem Land aufwachsen sollten, suchte sie 2017 nach einer anderen Stelle und stieß auf das Angebot aus Waldniel. Hier passt alles und nach einer Zeit des Pendelns zieht die ganze Familie nach Schwalmtal an den beschaulicheren Niederrhein. Manuela Osinski ist in der ganzen Bandbreite kirchlich-gemeindlicher Jugendarbeit tätig: sie gestaltet Kinderbibelwochen und Jugendgottesdienste, ist in der Konfirmandenarbeit aktiv, bietet Schlafanzugandachten für Kinder, Familiengottesdienste oder Eltern-Kind-Gruppen an.

Mit der jetzt erfolgten Ordination kann sie noch weitere Aufgaben übernehmen. „Es stehen Wechsel im Pfarrteam und große Veränderungen in der Gemeinde an“, sagt Manuela Osinski. „Die Diakonenausbildung und die Ordination, die auch der Wunsch des Presbyteriums war, eröffnen neue Möglichkeiten der Aufgabenverteilung.“

Beim Ordinationskurs haben sie die praktischen Einheiten besonders angesprochen. „Einmal haben wir in einem absoluten Sturm die Abläufe einer Beerdigung eingeübt, das war sehr eindrucksvoll“, erzählt sie. Wichtig waren ihr dabei die Rückmeldungen, aber auch die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe. „Es war eine enge Gemeinschaft auf Zeit und ich vermisse jetzt die gemeinsamen Andachten.“

Die Zeit der Ausbildung zur Diakonin und der Ordinationskurs habe ihr und ihrer Familie phasenweise viel abverlangt, dennoch findet Manuela Osinski diesen Schritt genau richtig. „Ich kann jetzt zum Beispiel das Abendmahl in der Jugend- und Familienarbeit feiern, auch wenn kein Pfarrer dabei ist“, sagt sie. „Das finde ich sehr wichtig und ich freue mich darauf.“

  • Angela Rietdorf
  • Ev. Kirchengemeinde Waldniel