Die Evangelische Kirche im Rheinland steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, den Beschluss der Landessynode umzusetzen und bis 2035 alle fortzuführenden kirchlichen Gebäude treibhausgasneutral zu betreiben. Angesichts der Vielzahl der Gebäude und der begrenzten personellen sowie finanziellen Ressourcen ist es jedoch nicht möglich, jedes Objekt durch professionelle Energieberater umfassend untersuchen zu lassen. Es bedurfte daher eines alternativen, praktikablen und zugleich verlässlichen Lösungswegs.
Um diesen zu entwickeln, wurden das Beratungsunternehmen Moschinski Consult und die Hochschule Düsseldorf beauftragt. Im Ergebnis entstand ein leicht anzuwendendes, IT-gestütztes Instrument: die „Energetische Gebäudematrix“.
Mit diesem Tool können auch Nichtfachleute in kurzer Zeit eine fundierte Einschätzung des energetischen Zustands eines Gebäudes gewinnen – sowohl für kirchliche als auch für nichtkirchliche Immobilien. Die standardisierte Datenerfassung zeigt, welche energetischen Maßnahmen an einem Gebäude sinnvoll sind und welche Priorität sie besitzen.

Die „Energetische Gebäudematrix“ liefert unter anderem folgende Informationen:
- Konkrete energetische Maßnahmen für das jeweilige Gebäude.
- Erwartbare Kosten jeder einzelnen Maßnahme.
- Geschätzte Energieeinsparungen durch die Sanierung.
- Reduzierung der CO₂-Emissionen in Kilogramm.
- Hinweise auf mögliche Förderprogramme zur Umsetzung.
Damit erhalten Kirchenkreise und Kirchengemeinden eine übersichtliche und belastbare Entscheidungsgrundlage für die Planung, Priorisierung und Umsetzung energetischer Maßnahmen – ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität.
Das Tool wird den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es kann beim Landeskirchenamt bestellt werden. Bitte richten Sie Ihre Anfrage per E-Mail an Frau Tanja Pfitzner: tanja.pfitzner@ekir.de.