Superintendent Dietmar Pistorius: „Die größten Strukturveränderungen der Evangelischen Kirche in Bonn, Bornheim und Alfter seit den 60-er Jahren“ – Kreissynode Bonn am 14./15. November

Auch wenn die evangelische Kirche in Bonn und der Region vor tiefgreifenden Veränderungen steht, wird sie nach Worten des Bonner Superintendenten Dietmar Pistorius „wahrnehmbar und wirksam bleiben sowohl als Brückenbauerin in der Gesellschaft wie als Mutmacherin zum Glauben“.

„Unsere Zukunft hat eine Hoffnung!“ betont der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius (Foto: KK Bonn/Barbara Frommann)

Jetzt Freitag, 14., und Samstag, 15. November, tagt die Synode des Evangelischen Kirchenkreises mit ihrer öffentlichen Tagung im Haus der Evangelischen Kirche (Adenauerallee 37). Die Bonner Synode habe in den letzten Jahren „die größten Strukturveränderungen der Evangelischen Kirche in Bonn, Bornheim und Alfter seit den 60-er Jahren auf den Weg gebracht“, betont Superintendent Pistorius.

Berührender Gottesdienst zum Auftakt Synode mit dem starken Chor der Bonner ESG (Foto: J. Gerhardt)

Neue Strukturen mit Leben füllen und Impulse setzen für ein vielfältiges kirchliches Leben vor Ort“

Zum Jahresbeginn 2026 werden nach einem intensiven Fusionsprozess in den vergangenen vier Jahren aus zwölf Kirchengemeinden sieben und ab 2028 dann vier. „Jetzt gilt es, diese neuen Strukturen mit Leben vor Ort zu füllen. Dazu werden wir auf dieser Kreissynode Impulse zu Exnovation und Transformation, setzen, also dazu, wie wir uns von dem verabschieden, was seine Zeit gehabt hat, und damit Freiräume gewinnen, Neues zu gestalten.“ Denn eines sei klar: „Unsere Zukunft hat eine Hoffnung!“

Diese Botschaft werde auch der Kern seines mit Spannung erwarteten Berichts sein, den der Superintendent am Freitag (19.45 Uhr) vor dem versammelten Kirchenparlament im Haus der Evangelischen Kirche (Adenauerallee 37) hält.

Defizit im Doppelhaushalt 2026/27 von rund 15 Prozent

Am Samstag geht es unter dem Motto „Weniger ist gut“ dann konkret darum, wie Kirche trotz weniger Mittel Profil und Ausstrahlung behalten kann. Dazu spricht die Gemeindeberaterin und Expertin für den Umbau von Kirchenorganisationen, die bayerische Landespfarrerin Gudrun Scheiner-Petry.

Im Anschluss soll der Doppelhaushalt für den Kirchenkreis Bonn beraten und verabschiedet werden. Er weist für 2026 ein Defizit von 302.653 Euro und für 2027 von 247.359 Euro auf, etwa 15 Prozent des Gesamtvolumens, und sieht mögliche Einsparungen im Bereich des Kirchenkreises im Kirchenpavillon, in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie der Krankenhausseelsorge vor.

Festhalten am Ziel: Klimaneutral mit allen Gebäuden bis 2035

Auch die Gebäudeplanung steht auf der Tagesordnung. Denn der Kirchenkreis Bonn, zu dem auch die Kommunen Alfter und Bornheim gehören, möchte mit allen seinen Gemeinden und Gebäuden trotz der finanziellen Herausforderungen an dem Ziel festhalten, bis 2035 klimaneutral zu sein. „Auch als Zeichen, wie wichtig uns der Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung ist“, so Superintendent Pistorius.

Die Bonner Kreissynode beginnt wie immer mit einem Festgottesdienst am Freitag um 17.30 Uhr in der Schlosskirche in der Universität. Dieses Jahr gestaltet von Mitgliedern der Evangelischen Studierendengemeinde und ESG-Pfarrer Michael Pues. Am Samstag steht zudem die Wahl zur Nachfolge eines Stellvertreters oder Stellvertreterin für den Kreissynodalvorstand an. Die Tagung schließt voraussichtlich Samstag gegen 14.30 Uhr.

(10.11.2025 / ger)

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