Dem Glauben Raum geben (2015)

Neue und renovierte evangelische Kirchen und Gemeindehäuser: die Multimediastory "Dem Glauben Raum geben"

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Tag des offenen Denkmals

Rheinische Kirchen präsentieren sich

"Orte der Einkehr und des Gebets - historische Sakralbauten" lautet in diesem Jahr das Motto des Tags des offenen Denkmals. Er fällt auf den 9. September 2012. Eine "willkommene Gelegenheit" für die Kirchen, sagt Präses Nikolaus Schneider.

Landeskirchen-Baudirektorin Gudrun Gotthardt

Gudrun Gotthardt LupeGudrun Gotthardt

Sakrale Räume als Thema - das sieht Landeskirchen-Baudirektorin Gudrun Gotthardt nicht nur im Blick auf den Tag des offenen Denkmals. Vielmehr gebe es den Trend, Kirchenräume sakraler zu gestalten. Sehr nüchterne, bildlose Räume werden seltener, weiß die Architektin durch die Beratung der evangelischen Gemeinden in Baufragen. So werde verstärkt nach besonderen Prinzipalstücken gefragt. Kunst in der Kirche spiele wieder eine Rolle. Auch farbige Glasfenster nehmen zu.

"Orte der Einkehr und des Gebets" - der architektonische Aspekt spiele beim Thema Einkehr und Gebet eine große Rolle, so Gotthardt. "Jeder kennt es von sich selbst. In bestimmten Räumlichkeiten kommt man einfach besser zu Ruhe und Einkehr als in anderen." Das könne allerdings subjektiv unterschiedlich sein. "Der eine fühlt sich in einem eher nüchtern-asketischen Raum wohl. Für den anderen muss es eher ein ausdrucksstarker, bebilderter Raum sein, um das Gefühl für Spiritualität zu bekommen." Im Übrigen eigne sich das Motto auch hervorragend, um das jeweilige theologische Programm eines Raums zu erklären. "Jede Epoche hatte ihre eigenen Auffassungen."

Eine Radtour zu Kirchen

Lupe

Viele rheinische Gemeinden werden am 9. September ihre denkmalgeschützten Kirchen öffnen, über den Gottesdienst am Morgen hinaus. Andere bieten zusätzlich Führungen und Konzerte an. Zu den Highlights gehört wohl eine Radtour in Moers zu evangelischen Kirchen, einer katholischen Kirche und einer Moschee. Nur ein weiteres Beispiel: In der Evangelischen Kirche Ottweiler, deren Glockenturm einst Wehrturm und damit Teil der Stadtbefestigung war, kann man den Kirchenkeller besichtigen.

Die Baudirektorin wird am 9. September in der Auferstehungskirche in Köln-Buchforst an einer Diskussion über die Umnutzung von Kirchen teilnehmen. Die Auferstehungskirche, aus finanziellen Gründen seit zwei Jahren stillgelegt, gehört zu den 14 Kirchen eines NRW-Modellprojektes zur Umnutzung von Kirchen. Ein Glücksfall, wie Gudrun Gotthardt sagt: Die Auferstehungskirche bleibt als Kirche erhalten, auf dem Areal um sie herum entstehen Altenwohnungen und ein Zentrum für Demenzkranke. Und in der Kirche werden auch künftig Gottesdienste gehalten.

Rekordangebot

Zum Tag des offenen Denkmals gibt es in diesem Jahr ein Rekordangebot. 9500 historische Gebäude werden am 9. September geöffnet sein. Auslöser sei die Begeisterung das diesjährige Motto "Orte der Einkehr und des Gebets – Historische Sakralbauten", so die Veranstalter. Interessierte könnten sich auf eine Entdeckungsreise in Kirchen, Klöster und Synagogen machen.

zum Hören: Interview mit Gudrun Gotthardt

 

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ekir.de / neu / 15.11.2010



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