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für den 19.10.2019

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Diakonie Neuwied

Asylbewerber: Viele Bürger wollen helfen

Flüchtlinge - Ehrenamt muss koordiniert werden 

Viele, viele wollen den ankommenden Flüchtlingen und Asylbewerbern helfen. Das machte das jüngste Treffen des Arbeitskreises Asyl deutlich, zu dem er alle eingeladen hatte, die sich ehrenamtlich in der Sache engagieren möchten. Um es vorweg zu sagen: Die Räumlichkeiten im Diakonischen Werk an der Rheinstraße fassten kaum die Interessenten. Mindestens 60 Bürger waren gekommen, um ihre Hilfe anzubieten. „Das Engagement für Flüchtlinge ist sensationell“, unterstrich denn auch eingangs Diakoniepfarrerin Renate Schäning, die zudem noch die neue Flüchtlingskoordinatorin Dilorom Jacka begrüßen konnte, die heute ihren Dienst bei der Stadtverwaltung antritt.

Schäning machte aber auch gleich deutlich, dass das große Engagement eines erfordert: Koordination. Denn ohne eine feste Struktur könne Hilfe schnell verpuffen. Und von Alleingängen bei der Flüchtlingshilfe sei dringend abzuraten. Andererseits gebe es Bürger, die sich schon darüber beschweren, dass sie nicht schnell genug an Hilfsaktionen teilnehmen können.

Die Mitarbeiter des Arbeitskreises Asyl, der seit mehr als 20 Jahren die Plattform für die Flüchtlingsarbeit in der Deichstadt ist, und des Diakonischen Werks betonten in dieser Beziehung, dass es nicht von heute auf morgen möglich ist, Hilfesuchende und Hilfeanbietende zusammenzubringen. Angesichts der Tatsache, dass vor allem die Kirchengemeinden ihre Angebote ausbauen und es mittlerweile auch mehr Ansprechpartner bei den Wohlfahrtsverbänden gibt, werden nun Listen aufgestellt, in denen sich jeder Ehrenamtliche eintragen kann – mit Angabe seines Hilfsangebots. Diese Listen werden abgeglichen mit den vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsstellen. Im Idealfall bringt der AK Asyl dann „Neu-“ und „Altanbieter“ zusammen.

So gibt es bereits eine Reihe von Leuten, die gern Deutsch unterrichten wollen, und einige, die schon auf privater Ebene begonnen haben, Möbel und Fahrräder zu sammeln und zu lagern. All diese ehrenamtlich tätigen Bürger gilt es nun einzubinden in festere Strukturen.

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte oder Wohnraum anbieten kann, sollte sich bei der Stadtverwaltung unter Tel. 02631/802 50 50 melden. Auf der städtischen Homepage http://www.neuwied.de/7171.html finden sich zahlreiche Informationen für Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende.

Artikel in der Rhein-Zeitung, Ausgabe vom 01.10.15 (Redakteur Frank Blum)

 

14.10.2015



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