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für den 19.10.2019

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Diakonie Neuwied

Alte Menschen aus der Einsamkeit holen

Telefonischer Besuchsdienst startet in Puderbach

Besuche am Krankenbett oder zu Geburtstagen haben in vielen Evangelischen Gemeinden schon lange Tradition. Jetzt ist ein neues Angebot geplant, das die Einsamkeit vieler älterer Menschen durchbrechen soll. Das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Wied und die Evangelische Kirchengemeinde Puderbach wollen einen telefonischen Besuchsdienst ins Leben rufen. „Dieses Angebot läuft bereits sehr erfolgreich in der Diakonie Leverkusen und auch hier könnten wir damit in eine Nische stoßen“, sagt Pfarrerin Renate Schäning vom Diakonischen Werk. Und: Anders, als die Besuchsdienste in den Gemeinden, soll der telefonische Besuchsdienst konfessionsunabhängig stattfinden. „Jeder kann hier teilnehmen“, hält Projektkoordinatorin Dorothee Trauthig fest. Das neue Angebot soll nicht nur für jene, die es in Anspruch nehmen wollen, unkompliziert sein, sondern auch für die Ehrenamtlichen, die am anderen Ende der Telefonleitung sitzen. Sie schenken eine halbe Stunde pro Woche Menschen, die nicht mehr mobil sind und einen Gesprächspartner wünschen, ihre Zeit. „Wir hoffen, dass wir so eine breite Bevölkerung erreichen“, sagt Dorothee Trauthig. Denn anders, als beim herkömmlichen Besuchsdienst, müssen die Helfer nicht erst zu den Menschen fahren, sie können ihren Dienst ganz einfach von zuhause aus tun. Und auch die älteren Leute, die angerufen werden, haben keinen Aufwand. „Sie könnten selbst vom Bett aus telefonieren, sie müssen sich also nicht extra zurecht machen“, so Trauthig. Mit Blick auf die Ehrenamtlichen versprechen sich die Organisatorinnen viel von dem telefonischen Besuchsdienst. „Hier können selbst Leute, deren Freizeit knapp bemessen ist, sich einbringen. Denn die Einsatzzeit beschränkt sich wirklich nur auf eine halbe Stunde, in der sie einen alten Menschen anrufen.

Das Engagement ist also überschaubar“, sagt Pfarrerin Renate Schäning. Sie ist sich sicher, dass es für beide Seiten nur von Vorteil und ein lohnender Einsatz sein kann. Jetzt werden Ehrenamtliche gesucht, die sich gerne als Gesprächspartner für ältere Menschen zur Verfügung stellen möchten. „Mitmachen kann hier wirklich jeder. Die Ehrenamtlichen werden vorher geschult, beispielsweise in Gesprächsführung und natürlich auch über ihre Schweigepflicht informiert“, hält Renate Schäning fest. Ebenso soll es einen gegenseitigen Austausch der Ehrenamtlichen geben, um sie zu unterstützen. Und: „Ich bin fasziniert davon, was für neue Wege es geben kann, um sich auf Menschen zuzubewegen. Mit diesem Angebot können wir den Wunsch vieler erfüllen, die sich einfach einmal mit jemanden unterhalten und den Kontakt zur Außenwelt aufrecht erhalten wollen“. Der telefonische Besuchsdienst soll erst einmal in Puderbach, Steimel und Oberdreis starten. Derzeit suchen Renate Schäning und Dorothee Trauthig nach Ehrenamtlichen, die bis zu den Sommerferien auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. „Wir hoffen, dass wir im Herbst mit dem telefonischen Besuchsdienst beginnen können“, sagt Trauthig. Dieses Angebot soll übrigens keine Konkurrenz zu den bestehenden Besuchsdiensten in den Gemeinden, sondern eher eine Ergänzung sein.
(Beate Christ)

So funktioniert der telefonische Besuchsdienst:

Menschen, die gerne einmal pro Woche angerufen werden möchten, können sich beim Diakonischen Werk melden . Mit ihnen und den Ehrenamtlichen werden Pärchen gebildet, die dann wöchentlich telefonieren. Wenn die „Chemie stimmt“ sollen die Konstellationen bestehen bleiben, damit ein vertrauensvoller Umgang gewährleistet ist.
Bei Interesse bitte beim Diakonischen Werk melden. Telefon 02631/ 39220.

 

25.02.2015



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