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für den 22.07.2019

Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich.

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Aus dem Presbyterium


von Kurt Schaaf

Nachdem Pfarrer im Ruhestand Paul Schnapp dieses Format „Aus dem Presbyterium“ so erfolgreich eingeführt und ein Jahr lang mit Leben gefüllt hat, sehe ich mich nun in der Pflicht, dies so gut es eben geht fortzuführen. Ich will mich bemühen, seinen lockeren Erzählton beizubehalten, denn auch im Presbyterium pflegen wir durchaus einen ganz normalen Umgangston. Ich sage das schon mit Blick auf den März 2020. Da sind wieder Presbyteriumswahlen, und da sind ganz normale Leute gefragt. Leute, denen es nicht egal ist, wie wir in unserer Wohnumgebung miteinander umgehen, die helfen, dass es in Unterrath weiter einen Ort gibt, wo Menschen jeden Alters gut aufgehoben sind. Nun zu den aktuellen Themen. In diesem Gemeindebrief kann ich nur über die Dezember-Sitzung berichten. Dieser Gemeindebrief ist schon im Druck, wenn die Januar-Sitzung stattfindet.
Natürlich ging es wesentlich um die Weihnachtsgottesdienste. Wie kann es diesmal besser werden, als im letzten Jahr? Um die Überfüllung am Heiligabend nicht zu wiederholen, haben wir einen zusätzlichen „Krabbelgottesdienst“ um 14.00 Uhr ins Programm genommen. Pfarrerin Dorthe Schmücker hat sich gerne bereit erklärt, diesen Gottesdienst zu halten. Gerade Weihnachten, sagt sie, sind viele Menschen da, die ich kennenlernen möchte. Um 15.30 Uhr folgt der Gottesdienst mit dem Krippenspiel. Mit diesen beiden Angeboten soll der bisherige Nachmittags-Familiengottesdienst den „doppelten Platz“ - nämlich 2 mal die ganze Kirche - bekommen, immerhin über 1.400 Plätze. Wird es funktionieren? Um 17.30 Uhr dann der eher besinnliche Gottesdienst zum Zuhören, mit Predigt, Musik und Chorgesang. Schließlich, für die Petruskirche nach langer Zeit wieder relativ neu, die Christmette um 23.00 Uhr. Einigen Raum nahm in der Sitzung auch unsere neue Pfarrerin, Dorthe Schmücker, ein. Nachdem wir sie einstimmig gewählt haben, mussten nun Formalitäten beschlossen werden, damit sie ihren Dienst in Unterrath zum 1. Januar beginnen konnte. Beispielsweise musste beschlossen werden, welches Siegel sie führen wird, dass sie auf die Meldedaten zugreifen darf und auf die Finanzdaten der Gemeinde, und wir haben ihr die frisch renovierte Wohnung im Obergeschoss der Ahornallee  Nummer 7 zugewiesen. Natürlich alles mit ihrem Einverständnis. Das Wichtigste aber war, dass Dorthe Schmücker sich sehr über die Wahl in Unterrath gefreut hat. Und das hat auch uns sehr gefreut. In jeder Sitzung wird zur Zeit natürlich der Baufortschritt vor der Kirche besprochen. Der Dezember war ja wirklich sehr eindrucksvoll. Wir sahen, wie um den ersten Advent herum die Wiese verschwand, wie am 2. Advent das Fundament mit der Bodenplatte fertig war und wie dann schon die Mauern wuchsen. Am 3. Advent, zum Weihnachtskonzert, war ja fast zu erkennen, wie es letztlich werden würde.
Inzwischen ist Weihnachten vorüber. Alles war gut, und es gab durchweg positive Rückmeldungen aus der Gemeinde. Weit mehr als 1000 Menschen haben die Gottesdienste am Heiligen Abend besucht und haben die neue Unterrather Pfarrerin Dorthe Schmücker und den für viele ebenfalls noch neuen Pfarrer Axel Weber kennengelernt und erlebt. Die zufriedenen Gesichter auf beiden Seiten geben Hoffnung für die Zukunft der Gemeinde nach einer schwierigen Zeit, in der sich etliche Menschen aus der Gemeinde zurückgezogen haben.
Und dann war da noch das neue Lichtkonzept für den Altarbereich der Petruskirche. Zum ersten Mal wurden das große Kreuz und die Altarwand probeweise mit besonderen Lichteffekten bestrahlt und die von manchen Besuchern beklagte „kalte Leere“ der Petruskirche damit teilweise aufgehoben. Auf zusätzlich mögliche Effekte bei der Lichtinstallation wurde in dieser Testphase verzichtet. Über die endgültige Gestaltung wird das Presbyterium nach Abschluss der Renovierungsarbeiten entscheiden.
Schließen möchte ich diesen Bericht aus dem Presbyterium mit dem Sachstand zur Pauluskirche und dem Gemeindehaus Diezelweg. Die Tagespresse hat nach einer Sitzung der Bezirksvertretung unseres Stadtbezirkes im Dezember berichtet, dass man damit einverstanden sei, wenn die Gebäudestruktur der Pauluskirche erhalten bleibt und im Innenraum Wohnungen entstehen. Eine kleine Abordnung unseres Presbyteriums hatte im Vorfeld die Bezirksvertretung besucht und unsere Planung erklärt. Um zu verstehen, warum das Presbyterium sich zu diesem Schritt entschieden hat, muss man wissen, dass alle Versuche, die Kirche als Gottesdienststätte zu erhalten, gescheitert sind. Was mit den Methodistischen Gemeinden in der Matthiaskirche in Lichtenbroich gelungen ist, war mit der Pauluskirche, trotz intensiver Verhandlungen mit insgesamt sechs Religionsgemeinschaften nicht zu erreichen. Auch die Möglichkeit in einer Partnerschaft mit der Diakonie oder der Graf Recke Stiftung eine Einrichtung der Altenpflege zu errichten, musste nach gründlicher Prüfung verworfen werden. Neben finanziellen Gründen wurde auch die Lage der Pauluskirche als ungünstig angesehen. Man könne von dort keine Wirkung erwarten, die weit genug über das direkte Wohnumfeld hinausgeht. In diesem Sinne hat sich ja auch das Presbyterium für die Konzentration der Gemeindearbeit im Bereich der Petruskirche entschieden. Bleibt also die nun beschlossene Lösung: Pfarrhaus und Küsterwohnung werden entfernt, in der Kirche werden bis zu 12 Wohnungen errichtet und um die Kirche herum entstehen sechs Einfamilienhäuser. Die Kindertagesstätte wird entlang des Diezelweges die Freifläche bekommen, die ihr gesetzlich zusteht. Dies alles soll im Jahre 2019 beginnen und im Jahre 2020 vollendet werden. Und das Gemeindehaus Diezelweg 55? Das Grundstück, auf dem auch die Häuser Diezelweg 51 und 53 stehen, gehört dem Kirchenkreis Düsseldorf. Der Fachausschuss, der den Immobilienbesitz des Kirchenkreises verwaltet, hat beschlossen, das Gemeindehaus aus dem „wirtschaftlichen Eigentum“ unserer Gemeinde zurückzunehmen und uns dafür mit der Hälfte seines Wertes zu entschädigen. Was letztlich mit dem Haus und dem Grundstück geschieht, entscheidet dann der Kirchenkreis. Unsere Kirchmeister, Ulrike Davidovic und Michael Wunderlich, sind Mitglieder dieses Fachausschusses und werden an den Entscheidungen mitwirken. Unsere Gemeinde jedenfalls kann das Gemeindehaus nutzen, bis alle Einrichtungen am Röttchen funktionieren.

Ich grüße Sie herzlich
Kurt Schaaf
Vorsitzender des Presbyteriums

 

10.01.2019



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