Losung

für den 09.04.2020

Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen.

Sacharja 8,21

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„Warum soll ich in den Gottesdienst gehen?
Er gibt mir nichts. Er spricht mich nicht an.“ Das höre ich als Pfarrerin manchmal in Gesprächen. „Wenn man dort eine andere Musik hätte, Gospel oder so, dann würde ich, glaube ich, öfter kommen.“ „Wenn der Gottesdienst mehr mit unserem Leben zu tun hätte, und mit gesellschaftsrelevanten Themen, dann…!“
Ich persönlich würde sagen, ich habe noch keinen Gottesdienst erlebt, der nicht etwas mit unserem Leben zu tun hätte. Das erlebt aber anscheinend nicht jeder so. Es geht mir allerdings auch so, dass ich die altüberlieferte Liturgie manchmal als ein einzwängendes Korsett empfinde, das es mir schwer macht, eine Stimmung zu  ertreten, die einer fröhlichen, befreienden Botschaft entspricht. Eine alte Sprache, tragende Gesänge sprechen  mir nicht immer aus dem Herzen. „Es muss mehr Leben in die Gottesdienste! Mehr Power!“ ist da eine Aussage, die ich gut nachvollziehen kann.
Gleichzeitig ist aber eine Liturgie auch ein Ritual, das den Menschen ermöglicht, sie zu feiern, ohne nachdenken zu müssen. Der bekannte Ablauf ermöglicht es, sich in jeder Kirche beheimatet zu fühlen, in der alten Verlässlichkeit zur Ruhe zu kommen und zur Besinnung. Viele empfinden auch gerade die Orgelmusik als einen Genuss, und finden sich in der ruhigen, besinnlichen Form wieder. Es ist unmöglich, jedem in seinem Geschmack bei allem entgegen zu kommen.
Trotzdem wollen wir versuchen, uns eine Flexibilität zu bewahren, die uns verschiedene Zugänge, Gottesdienst zu feiern, ermöglicht.
Seit dem 1. Januar gelten deswegen bei uns zwei Liturgien: eine ganz klassische Liturgie, die auch in den meisten anderen Kirchengemeinden in Düsseldorf bekannt ist und eine Liturgie in einer moderneren Version, mit moderneren Liedern. Beide folgen dem gleichen Rahmen, nur die Liedrufe sind unterschiedlich.
Je nach Gottesdienst können die Liturgen dann wählen, welche Form besser zu dem jeweiligen Gottesdienst passt. Auch die neue Liturgie wird mit der Zeit bekannt werden, so dass auch sie von uns ohne große Überlegungen gefeiert werden kann. Nach einem Jahr überprüfen wir unsere Entscheidungen und schauen, was sich bewährt hat oder gegebenenfalls weiter angepasst werden muss.
Auf dass weiter Menschen im Gottesdienst erfahren, dass er zum und aus dem Herzen spricht!

Pfarrerin Dorthe Schmücker

 

13.01.2020



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