Losung

für den 14.08.2020

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

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Trost

 

Gedanke zum Tag

getroestet©pixabay getroestet©pixabay

Grüßen möchte ich Sie mit einem Vers aus dem Propheten Jesaja im 66. Kapitel, der Vers 13:

 

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

 

Trost ist ein großes Thema der Seelsorge. Als Krankenhausseelsorger wurde ich schon mal angefragt für einen Besuch auf Station, wo es hieß: „Gehen Sie da mal hin, ein wenig Trost spenden.“ Ich dachte dann immer, wie schön es wäre, wenn ich tatsächlich in meinem Büro einen Spender stehen gehabt hätte mit Trost drin, so wie es jetzt überall die Spender mit Desinfektionsmittel rumstehen.

Ausgerechnet die Adventslieder machen den Trost oft zu ihrem Thema. Zum Beispiel „Wo bleibst du, Trost, der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt.“, so singen wir im Lied „O, Heiland, reiß die Himmel auf“ (eg 7) oder „Tröstet, tröstet, spricht der Herr, mein Volk, dass es nicht zage mehr“ (eg 15). 

Manchmal ist die Welt scheinbar so trostlos. Die Stichworte fallen einem ja sofort ein: der Corona-Virus mit all seinen Schäden und Collateral-Schäden, die Explosion in Beirut, und so weiter und so fort. Man selber ist untröstlich in Leid und Krankheit, beim Tod oder Weggang eines geliebten Menschen. Als Kinder war die einzige, die dann noch Trost wusste, die Mutter. Sie konnte zwar am verlorenen Spielzeug oder am zerschlagenen Knie auch nichts mehr ändern. Aber sie war da. Sie blieb da. Sie hielt die Trauer mit einem aus.

Auch von Gott dürfen wir nicht erwarten, dass er uns alles Leid vom Leibe hält. Aber er verspricht uns, da zu sein, da zu bleiben, mit uns gemeinsam durch das Leid zu gehen. In dieser Zeit von Corona-Virus und Covid-19 erinnern wir uns daran, dass er sich nicht von seiner Schöpfung abgewandt hat, sondern in sie eingegangen ist und selber Mensch wurde, ein Mensch, der das Leiden am eigenen Leibe erfuhr und aushielt: Jesus Christus. 

Bis bald mal wieder,

Ihr Pfarrer Axel Weber

P.S. Da ich ja selber Vater bin, muss ich darauf bestehen, dass auch Väter trösten können. Der Vers war ja vor einigen Jahren, 2016, um genau zu sein, auch Jahreslosung. Damals wurde Margot Käßmann in einem Interview gefragt, wie sie denn von ihrer Mutter getröstet worden sei. Ihre Antwort: „Meine Mutter hat mich nicht getröstet. Meine Mutter hat gesagt ‚Margot, reiß dich zusammen!‘“ Hoffentlich konnte sie Trost bei ihrem Vater finden.

 

 

 

Liebe Gemeindeglieder, die Einschränkung auf die eigenen vier Wände und der reduzierte Kontakt auf wenige Personen kann bedrückend und eintönig werden. Wir möchten Euch und Ihnen gerne jeden Tag einen Gedanken oder Impuls zum Nachdenken, zum „dran Erfreuen“ und zum Austausch mitgeben. Jeweils ab spätestens 12.00 Uhr sind die Beiträge auf unserer Webseite abrufbar. Solltet Ihr oder sollten Sie auch einen Gedanken haben, den wir teilen können, kontaktiert/kontaktieren Sie uns gerne!

 

Pfarrerin Dorthe Schmücker und Pfarrer Axel Weber

 

 

25.03.2020



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