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für den 21.08.2019

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Kressynode Die Synodalen tagen in der Gemeinde zu Düren

Kirchenkreis Jülich

Kreissynode des Kirchenkreises Jülich tagt in Düren

Knapp 90 Synodale aus den 19 Gemeinden des Kirchenkreises Jülich versammelten sich am vergangenen Samstag im Haus der Evangelischen Gemeinde zu Düren zur jährlichen außerordentlichen Sommersynode. Da Superintendent Jens Sannig erkrankt war, leitete seine Stellvertreterin, Synodalassessorin Susanne Bronner, die Tagung, die unter dem Thema „Gott im Gemeinwesen“ stand.

 

 

Das Ohr weist auf den Hauptredner hin Das Ohr weist auf den Hauptredner hin

Das Ohr, das sich an einer Wand des Gemeindezentrums findet, wies gewissermaßen hin auf den Hauptvortrag. Reverend Paul Cromwell hatte monatelang Gemeinden und Arbeitsbereiche des Kirchenkreises besucht. Er hatte zugehört, sich informiert, nachgefragt, um sich ein möglichst genaues Bild von dem zu machen, was jeweils vor Ort geschieht.

 

„Gott im Gemeinwesen- auf dem Weg als solidarische Kirche – Kirche mit anderen“, so hatte der Referent seinen Vortrag überschrieben.

Das Ziel des Projektes „Kirche mit anderen“, das die Jülicher Kreissynode 2017 begonnen hatte, ist unter anderem, Kirchengemeinden mit Personen, Gruppen oder Organisationen in der Kommune zu verbinden. Auf diese Weise sollen alle Beteiligten gemeinsam das Leben vor Ort gestalten.

zur Person:

Reverend Paul Cromwell ist von Hause aus Funktionspfarrer der United Church of Christ in den USA, einer Partnerkirche der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Dort hat er 25 Jahre lang vor allem mit Kirchengemeinden als Community Organizer gearbeitet, um eine Bürgerbeteiligung von unten zu stärken.

Seit 2004 arbeitet er als Berater und Trainer mit Organisationen in Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa.

Reverend Cromwell hatte die Aufgabe, zunächst von den Gemeinden und Arbeitsbereichen des Kirchenkreises zu erfahren, welche Hoffnungen, Wünsche und Herausforderungen vorhanden sind.

Reverend Cromwell Reverend Cromwell

Zu diesem Zweck führte er von August 2018 bis Mai 2019 Einzelgespräche oder Gruppendiskussionen mit etwa 150 Personen. Dazu kamen Gespräche mit mehr als 40 Gemeindepfarrer*innen und Funktionspfarrer*innen (Schule, JVA, Krankenhausseelsorge etc.).

Sein Fazit: „Es geschieht viel gute Arbeit in Kirchengemeinden, Funktionspfarrstellen und im Kirchenkreis“.

Zugleich erfuhr er von seinen Gesprächspartner*innen deren Hoffnungen und Wünsche über das Bestehende hinaus: Zum Beispiel, noch viel mehr Menschen in allen Bereichen des Gemeindelebens zu aktivieren, in Gottesdienst und Gemeindeleitung, in diakonischen Aktivitäten.

Kinder und Jugendliche sollten verstärkt angesprochen, aktiviert und eingebunden werden, aber auch junge Familien oder auch ältere Menschen. Der Gottesdienst in ansprechender Form solle zum Zentrum des gemeinsamen kirchlichen Lebens werden. Und allgemein müsse eine Willkommenskultur kultiviert und verstärkt werden.

Die Synodalen fassen viele Beschlüsse. Die Synodalen fassen viele Beschlüsse.

Kirche soll soziales Profil behalten

Es werde für wichtig gehalten, dass Kirche ein sozial engagiertes Profil behält und eine Sprache und Formen findet, die auch in einer säkularen Gesellschaft Bedeutung haben.

Und ganz entscheidend: „Kirchliche Aktivitäten sollen nicht nur für Menschen geschehen, sondern mit Menschen!“

Für den Kirchenkreis wünschten sich die Gesprächspartner*innen „die Pflege des sozial engagierten Profils und der entsprechenden Aktivitäten.“

Im Blick auf die künftig schwindenden personellen und finanziellen Ressourcen werde es entscheidend darauf ankommen, vertrauensvoll miteinander über Personal- und andere Entscheidungen zu reden, damit letztlich keine Gemeinde und kein Arbeitsbereich einfach auf der Strecke bleibt.

Die Synodalen hatten anschließend Gelegenheit, mittels eines Fragebogens ihre Wünsche, Schwerpunkte u.a.m. im Prozess „Gott im Gemeinwesen“ mitzuteilen.

Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Pfarrerin Vera Schellberg, die bereits die Synodenvorbereitung und die Formulierung  der theologischen Grundlegung einer Gemeinwesendiakonie geleistet hatte, wird sich mit den Ergebnissen der Fragebogenaktion befassen.

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29.01.2019



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