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100 Jahre Frauenwahlrecht in der Kirche

Ein 40-seitiger Atlas informiert über die Entwicklung des Frauenwahlrechtes in den Evangelischen Landeskirchen. Das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in der EKiR wurde im November 1919 von der Synode mit 90 : 34 Stimmen beschlossen.


Leiten im Presbyterium

Der Text „Leiten im Presbyterium“ aus dem Gemeinsamen Pastoralkolleg bietet auf 23 Seiten komprimierte Hinweise, die Arbeit in Presbyterien so zu gestalten, dass sie Freude macht und gute Ergebnisse hervorbringt.
 

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Mehr-Frauen-in-Leitungsgremien

Aktuelles

Mehr Frauen in Leitungsgremien

Eine Studie zeigt Wege auf, wie mehr Frauen für Leitungsgremien gewonnen werden können.

Kirchenleitung beauftragt Studie

Die Kirchenleitung hat im Herbst 2017 die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft in Berlin (EAF) mit der Durchführung einer Studie beauftragt mit dem Ziel, Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie der Frauenanteil in (Leitungs-)Gremien der EKiR erhöht werden kann. Die organisatorische und fachliche Begleitung lag bei der Gender- und Gleichstellungsstelle.

Durchführung und Beteiligung

Die Studie wurde von November 2017 – März 2018 durchgeführt. Im ersten Schritt fand eine quantitative Erhebung in Form einer Online-Befragung statt, an der sich 1.028 Personen beteiligten. Sowohl für Gemeinden wie auch für Kirchenkreise konnten aufgrund der hohen Beteiligung repräsentative Ergebnisse erzielt werden. Die Teilnehmenden berichteten über ihre Erfahrungen und Einschätzungen zur Gremienarbeit und gaben Empfehlungen für mögliche Verbesserungen. Ergänzt wurde diese Online-Umfrage durch eine qualitative Erhebung mit Telefoninterviews.

Erfahrungen und Einschätzungen

60% der befragten Frauen und 37% der Männer finden, dass es zu wenig weibliche Gremienmitglieder gibt. Die Teilnehmenden bemängeln darüber hinaus, dass es zu wenig junge Menschen, zu wenig Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und zu wenig Menschen mit Behinderung in den Gremien der EKiR gibt.

Den Befragten gefällt an der Gremienarbeit, dass sie mitgestalten können, an grundsätzlichen Entscheidungen beteiligt sind, interessante Menschen treffen und Neues lernen. Nicht gut gefällt, wenn Gremien schlecht geleitet und moderiert werden, dass man sich zu viel mit Nebensächlichkeiten aufhält und dass es immer dieselben Vielredner/Vielrednerinnen gibt. Außerdem halten viele die Nominierungsverfahren für intransparent.

Handlungsempfehlungen

Ein Fokus der Empfehlungen liegt auf dem Empowerment von Frauen durch spezielle Seminare für Frauen und die Entwicklung eines Mentoring- und eines Patinnen-/Paten-Programms. Auch „Schnupperangebote“, andere Sitzungszeiten und -formate oder das Angebot von Kinderbetreuung können die Beteiligung von Frauen erleichtern.

Daneben spielen Fortbildungen für Personen mit Leitungsverantwortung und aus Nominierungsausschüssen eine wichtige Rolle.

Weitere Schritte

Viele weiter gehende Vorschläge aus der Studie, die insgesamt eine Verbesserung der Qualität und eine Steigerung der Vielfalt in Gremien zum Ziel haben, wurden in der Kirchenleitung beraten. Sie beauftragte die Gender- und Gleichstellungsstelle, die Maßnahmen zusammen mit vielen anderen Beteiligten aus Gemeinden und Kirchenkreisen, dem Landeskirchenamt und den Ämtern, Werken und Einrichtungen umzusetzen. Einen ersten Einblick in die geplanten Angebote bekommen Sie hier.

Abschlussbericht

Den gesamten Bericht mit allen Ergebnissen der Studie finden Sie hier.

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23.08.2018



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