Tipps und Termine

100 Jahre Frauenwahlrecht in der Kirche

Ein 40-seitiger Atlas informiert über die Entwicklung des Frauenwahlrechtes in den Evangelischen Landeskirchen. Das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in der EKiR wurde im November 1919 von der Synode mit 90 : 34 Stimmen beschlossen.


Leiten im Presbyterium

Der Text „Leiten im Presbyterium“ aus dem Gemeinsamen Pastoralkolleg bietet auf 23 Seiten komprimierte Hinweise, die Arbeit in Presbyterien so zu gestalten, dass sie Freude macht und gute Ergebnisse hervorbringt.
 

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Geschlechterbewusste Theologie

Theologie, Glaube, Kirche gibt es nicht ohne Kontext. Geschlechterbewusste Theologie reflektiert den Einfluss von Geschlechterrollen und kulturellen Zuschreibungen auf die theologische Wissenschaft und Praxis.

Die Gender- und Gleichstellungsstelle hält die theologische Gerechtigkeitsfrage offen

„Die Evangelische Kirche im Rheinland versteht daher ihr Engagement für Geschlechtergerechtigkeit als Teil ihres ureigenen Auftrags, an Gottes Bewegung hin zu seinem Reich der Gerechtigkeit, Befreiung und Versöhnung teilzunehmen. Sie richtet im Lichte dieser Verheißung von Gottes Gerechtigkeit ihre Kräfte auf die Verwirklichung des gerechten Miteinanders von Männern und Frauen – in ihrem eigenen Bereich ebenso wie in der Gesellschaft und der weltweiten Ökumene.“ So ist der Auftrag zu einer geschlechterbewussten Theologie in der Konzeption der Gender- und Gleichstellungsstelle durch die Synode festgelegt.

Geschlechterbewusste Theologie nimmt verschiedene Traditionen auf

Geschlechterbewusste Theologie nimmt die Einflüsse verschiedener kontextueller theologischer Strömungen wie der feministischen Theologie, der Befreiungstheologie, der theologischen Männerforschung und der Queer-Theology auf und entwickelt sie weiter zu einem umfassenden gendertheologischen Ansatz.

Feministische Theologie bleibt in Bewegung

Unter feministischen Theologinnen ist eine „dritte Generation“ herangewachsen, die sich mit den aktuellen Debatten um Postmoderne, Differenz unter Frauen und Dekonstruktion von Geschlecht in den Gender Studies auseinandersetzt. Gender- und Geschlechterforschung ist bereits Teil der feministischen Theologie.

Männerforschung

In den letzten Jahren hat sich auch eine kontextuelle theologische Männerforschung, neben den Aktivitäten in der Männer- und Väterarbeit, entwickelt. Einige Vorreiter konzentrierten sich in den letzten Jahren auf Konzepte emanzipatorischer Männerarbeit. Sie beklagen die Kluft zwischen der akademischen Theologie und dem konkreten Alltag von Männern. Die Suche nach einer alltagsrelevanten Theologie, die sich mit den veränderten Herausforderungen an das Mannsein und den Erkenntnissen der Männerforschung auseinandersetzt, steht an erster Stelle.

Die kirchliche Praxis: Erprobungsfeld für Geschlechtergerechtigkeit

In den Gemeinden und Kirchenkreisen halten sich scheinbar traditionelle Rollenbilder länger als in der umgebenden Gesellschaft: Noch immer sind Leitungsämter überwiegend in männlicher Hand, diakonische ehrenamtliche Arbeit wird vor allem von Frauen geleistet. Vereinzelt ist die Gemeinde aber auch Erprobungsfeld für neue Rollenbilder, ob in der Männer-Kochgruppe oder beim Väter-Nachmittag im Kindergarten oder auch in Mirjamgottesdiensten, in denen z. B. weibliche Gottesbilder aus der Bibel bewusst gemacht werden.

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19.01.2016



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