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für den 10.12.2019

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Wetzlar am 27.09.2008

Tag der Gehörlosen

Etwa 400 Gehörlose aus ganz Hessen kamen nach Wetzlar zum Tag der Gehörlosen

Lupe

Am 27. 09.08 fand der diesjährige hessische Tag der Gehörlosen in Wetzlar statt.
Der Ortsbund Wetzlar war Gastgeber, weil er im Jahr 2008 auf sein 100-jähriges Bestehen blickt.  Der Verein wurde 1908 mit der Unterstützung von Pfarrer Karl Wieber gegründet, der seit der Jahrhundertwende Gottesdienste für Gehörlose anbot, so dass auch die Gehörlosenseelsorge der Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels Jubiläum feiern konnte.
Der Tag der Gehörlosen begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Hospitalkirche, der unter dem Thema „Unser täglich Brot gib uns heute“ stand. So machten Mitglieder der Gehörlosengemeinde in der Predigt deutlich, was es für sie bedeutet, wenn sie beten: Unser tägliches Brot gib uns heute. Der „Kampf“ um Dolmetscher im ländlichen Raum, die Frage, wie kann ich, wenn ich alt und krank werde, weiterhin  in der Gehörlosengemeinschaft bleiben und welche Medien stehen mir barrierefrei zur Verfügung. Vorbereitet hatte die Gehörlosengemeinde diesen Gottesdienst mit Gehörlosenseelsorgerin Simone Pfitzner und Pfarrer Christian Enke vom Bistum Limburg.

 

 

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Anschließend formierten sich die Teilnehmer zu einem Demonstrationszug durch die Fußgängerzone von der Kirche bis zum Stadthaus am Dom, um auf ihre Lebenssituation aufmerksam zu machen. Bei Kundgebung am Dom stand die Forderung nach 100% Untertitelung der Fernsehsendungen im Vordergrund.
Danach war in der Stadthalle in Wetzlar Gelegenheit verschiedene gehörlose Künstler zu sehen, oder sich über die neuesten technischen Hilfsmittel zu informieren. Zur Festveranstaltung konnten dann neben Bügermeister Lattermann, Landrat Schuster, auch die beiden Bundestagsabgeordneten Helga Lopez und Sybille Pfeiffer begrüßt werden. Außerdem waren eine Reihe von Vertretern aus den Parteien anwesend, sowie die Superintendenten Ute Kannemann (Wetzlar) und Roland Rust (Braunfels).

 

 

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Zwischen den Grußworten und Redebeiträgen erfreuten Sketsche und spontanes Theater, sowie die Tänze einer Twirlinggruppe die Gehörlosen.
Die Gratulationen der hessischen Gehörlosenvereinen zum Jubiläum wurden erweitert durch die Vertreter der Gehörlosenvereine aus Ilmenau. Diese hatten an diesem Tag wohl die weiteste Anreise. Es zeigte sich aber, dass die Städtepartnerschaft zwischen Wetzlar und Ilmenau auch bei den Gehörlosen lebendig ist.
Es war ein schöner Tag und alle freuen sich, dass das nächste Jubiläum erst in 25 Jahren sein wird.

Simone Pfitzner

 

 



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