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Landessynode 2020 in Bad Neuenahr

Einige Vorstandsmitglieder des Verbandes Evangelischer Gehörloser im Bereich der Evangelischen Kirchen im Rheinland e.V. haben am 13.01.2020 die Landessynode besucht.

Die Teilnehmer sind Peter Engel, Rainer Marmann, Ralf Maier und Volker Emler. Die Landessynode ist das Parlament der Ev. Kirche im Rheinland. Einmal im Jahr im Januar treffen sich die gewählten Vertreter (Pfarrerinnen und Pfarrer, Presbyterinnen - Vertreter der Gemeinden) in Bad Neuenahr um die Fragen und Probleme der Kirche zu entscheiden.

Diakonie versteht sich als von Jesus und seiner Kirche beauftragt, das zu tun, „was sich an die spontane Nächstenliebe anschließt und in die Nachhaltigkeit führt“, sagt Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe,in seiner Andacht auf der Landessynode.

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Danach begrüßte Präses Rekowski einige Ehrengäste und die Besucher/Vertreter der Gehörlosengemeinden im Rheinland (Handapplaus der Synode).

Dann gab es noch drei Grußworte vom Matthias Ring, von der Altkatholischen Kirche in Deutschland, Franz Rigert von der UCC (der amerikanischen Partnerkirche United Church of Christa) und von Abraham Lehrer Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Präses Manfred Rekowski betonte am Vormittag in seinem Bericht auf der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bezug auf die Jahreslosung: Glauben heißt: Leben im Widerspruch. Glauben heißt: den Mut zum Widerspruch haben. Glauben heißt: dem Leid wiedersprechen, ihm nicht das letzte Wort lassen.

Viele Christen kehren der Kirche den Rücken zu und treten aus, „aber sie fragen gar nicht mehr, was ihr Glaube für ihr Leben bedeutet“, betonte Präses Rekowski. Ev. Kirche und Diakonie, das Hauptthema der Synode bedeutet das Verbindende beider zu suchen und ihrer Unterschiedlichkeit anzuerkennen.

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Gemeinden sollen neue Erprobungsräume für andere Gemeindeformen ausprobieren und z.B. Konfirmandinnen und Konfirmanden mehr am Gemeindeleben beteiligen. Der Mißbrauch von Opfern in der Kirche, der Klimawandel und die Kinderarmut waren weitere wichtige Themen im Präsesbericht. Präses Rekowski sagte zum Klimawandel: „Die Zeit der folgenlosen Deklarationen und Absichtserklärungen muss endgültig vorbei sein. Gefragt sind konkrete Taten“.

 

Die Rheinische Landessynode will sich in Bezug auf die Kinderarmut (zweieinhalb Millionen Junge Menschen leben unter der Armutsgrenze) für die Einführung einer Kindergrundsicherung einsetzen.

 

Präses Rekowski sieht die evangelische Kirche in der Pflicht-Verantwortung  für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu übernehmen. Die Rechtspopulisten hetzten gegen Minderheiten, grenzen Menschen aus und tun dies auch mit religiösen Gedanken. Wir brauchen eine neue Beschäftigung mit der Bibel, damit christliche Werte der Mitmenschlichkeit wieder wichtig werden.

 

Zum Schluss unterstrich Präses Rekowski, dass wir uns als Kirche mit der Jahreslosung „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ sagen lassen müssen, dass dieses Wort auch viel Hoffnung enthält. So wie es ein anderer Theologe Kurt Marti einmal ausgedrückt hat: In der Person Jesu und seiner Botschaft steckt auch nach2000 Jahren steckt Zukunft, die wir nur zum Sprechen bringen müssen.

 

Danach gab es eine Aussprache des Präsesberichtes.

 

Die Gebärdendolmetscher Frau Freytag und Herr Reichelt übersetzten alles. Wir haben dadurch den Inhalt der Grußworte und des Präsesberichtes gut verstanden.

Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Hause. Es war ein sehr interessanter Tag.

Rainer Marmann / Volker Emler

 

27.03.2020



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