Losung

für den 23.10.2020

mehr
Service

EKiR.de/Globalisierung

Gerechtigkeit erhöht ein Volk - Armut und Reichtum

Als Gottes Ebenbilder sind alle Menschen gleich, doch die Ungleichheit wächst. Es gilt, den Ausgleich zu gestalten. Reichtum verpflichtet

Auf der EKD – Synode 2006 in Würzburg stand im Mittelpunkt das Schwerpunktthema:
"Armut muss bekämpft werden - Reichtum verpflichtet".

Unter dem Titel "Gerechtigkeit erhöht ein Volk" wurde eine Kundgebung mit folgenden Inhalten verabschiedet:

  • Als Gottes Ebenbilder sind alle Menschen gleich.
  • Deutschland ist ein reiches und ein armes Land
  • Ungleichheit wächst
  • Den Ausgleich gestalten
  • Weltweit faire Chancen eröffnen
  • Alle Menschen werden gebraucht
  • Öffentliche Güter für alle bereitstellen
  • Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen sicherstellen
  • Reichtum verpflichtet

Mit den Feststellungen wurden jeweils konkrete Hinweise verbunden:

 

1. Den Ausgleich gestalten!

Konkret:

  • Unsere Gesellschaft braucht ein Steuersystem, das alle Einkunftsarten erfasst, nach Leistungsfähigkeit besteuert und transparent ist. Wer im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Finanzierung des Gemeinwesens beiträgt, hat Anlass, stolz zu sein. Schwarzarbeit schadet.
  • Wir rufen alle evangelischen Gemeinden auf, sich durch ein Projekt zur Armutsüberwindung und Armutsvermeidung zu profilieren.

 

2. Weltweit faire Chancen eröffnen!

Konkret:

  • Bundesregierung und Bundestag sollen dafür sorgen, dass internationa-le Akteure aus Deutschland die Einhaltung der Menschenrechte sowie soziale und ökologische Standards aktiv fördern.
  • Die Kirchen, ihre Gemeinden, Werke und Dienste sollen ihre Ressourcen in fairer Weise einsetzen, zum Beispiel durch Konsum fair gehandelter Produkte, ethisch verantwortliche Geldanlage und Bereitstellung von zwei Prozent des Kirchensteueraufkommens für kirchlichen Entwick-lungsdienst (dazu ist die Einführung einer EKD-Umlage zu prüfen).

 

3. Alle Menschen werden gebraucht!

Konkret:

  • Für den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor müssen neue Modelle gefunden werden. Wir unterstützen das "Passiv-Aktiv-Transfer"-Modell des Diakonischen Werkes der EKD.
  • Wir müssen überall zu einer Kirche werden, in der Arme Heimat haben und an den Entscheidungen in ihren Gemeinden beteiligt sind.

 

4. Öffentliche Güter für alle bereitstellen!

Konkret:

  • Wir fordern für ärmere Kinder eine bundesweite Freizeitkarte, die öffentlich finanziert ist.
  • Wir rufen zu Gemeindepartnerschaften auf, in denen wohlhabende Gemeinden Projekte in ärmeren Gemeinden unterstützen.

 

5. Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen sicherstellen!

Konkret:

  • Frei werdende Mittel aufgrund sinkender Kinderzahlen müssen für Bildungsaufgaben und zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen in den öffentlichen Haushalten verbleiben.
  • Kirche darf sich nicht aus ihrer Mitverantwortung für das staatliche Bildungswesen zurückziehen, sie nimmt ihre Verantwortung als Trägerin von Kindertagesstätten und Schulen in besonderer Weise wahr.

 

Verschiedene Downloads im Zusammenhang dieses Dokumentes in ganzer Länge unten.

 

15.6.2011



© 2018, Globalisierung - Evangelische Kirche im Rheinland
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung