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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Kalender

FÄLLT AUS Vom Tun und vom Lassen
20148

Rengsdorf: Haus der Stille
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Losung für den 23.11.2020

Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Jesaja 57,15

Jesus sah die große Menge; und sie jammerten ihn, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Markus 6,34

Service

Haus der Stille

Geistlicher Impuls von Irene Hildenhagen

„Wo geht es mir gut?“ Wer diese Frage hört, denkt vielleicht spontan an Lieblingsorte, die ein Wohlgefühl auslösen: die heimische Couch, auf der ich es mir nach einem anstrengenden Tag bequem mache; der lange Strand einer ostfriesischen Insel, wo ich Sonne, Wind und Regen im Gesicht spüre; der Ausblick in  weite grüne Landschaft…

Rotbuche Rotbuche

Der evangelische Pfarrer und Liederdichter Paul Gerhardt vergleicht sich als Mensch mit einem Baum, der sich nach einem guten Standort sehnt. Er beschreibt das in einer Liedstrophe:  „Mach‘ in mir Deinem Geiste Raum, dass ich dir werd‘ ein guter Baum und lass mich Wurzeln treiben.“  (Ev. Gesangbuch Nr. 503, Str. 14)

Auf den Standort kommt es an

Wo kann ein Baum gut gedeihen? Dort, wo er geeignete  Wachstumsbedingungen hat. Auf den richtigen Standort kommt es an.  In einem Journal für Gartengestaltung lese ich, dass natürlich Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse zur Pflanze passen müssen. Wenn Pflanzen an bestimmten Orten nicht gedeihen, liegt es am Standort - nicht an der Pflanze. Umpflanzen hilft, und manchmal muss man mehrere Standorte ausprobieren. Jede Pflanze ist gut und trägt in sich die Möglichkeit zum Wachsen und Gedeihen.  

Das Gleiche gilt für jeden Menschen. Jeder und jede trägt in sich ein eigenes Potential, Begabungen, die am geeigneten Ort zum Wachsen und Gedeihen kommen. Wenn ich meinen guten Standort gefunden habe, fühle ich mich wohl in meinen Beziehungen. Ich spüre, dass ich mit meinem Tun etwas bewegen kann, dass es anderen Menschen und dem Leben überhaupt dient, dass ich mich dabei nicht übernehme oder verbiege. Umgekehrt gilt ebenso: Am für mich falschen Ort kann ich verkümmern, ich fühle mich nicht gewürdigt  und mir fehlt die Kraft zum Wachsen.

Mit Gottes Geist finde ich Licht und Nahrung für meine Begabungen

„Wo geht es mir wirklich gut?“ Paul Gerhardt macht in seinem Lied deutlich, dass die Verbindung zu Gott mich meinen guten Ort im Leben finden lässt. „Mach‘ in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd‘ ein guter Baum!“ Wo Gottes Geist in mir Raum gewinnt, werde ich aufmerksam auf meine Lebensumstände und ich lerne hinzuspüren, was mir wirklich guttut und wo ich mich entfalten kann. In Zeiten der Stille und des Rückzugs kann ich lernen auf Gottes leise Stimme in mir zu hören. Denn Gott zeigt sich oft in inneren Regungen, die mich wahrnehmen lassen, was gut für mich ist. Im Alltag findet diese Stimme oft kein Gehör, weil sie übertönt wird von anderen Eindrücken. Die Stille ist wie ein Schutzraum, an dem ich mich auf Gott ausrichten kann. Durch diese Verbindung werden mir meine Begabungen bewusst und ich nehme wahr, wo ein guter Ort für mich ist.  Manchmal ist Veränderung notwendig. Dann muss ich zwar vertraute, aber mich einengende Umstände verlassen, um meine Begabungen neu zum Leuchten zu bringen. Manchmal braucht es auch mehr Licht am alten Platz, ein neuer Blick auf mein Leben und (mehr) Wertschätzung für meinen aktuellen Standort, der alles bereithält, was ich zum Leben brauche. In der Routine des Alltags erscheint vieles selbstverständlich. Da verliere ich leicht die Dankbarkeit für alles Gute und Nährende, was mich umgibt.

Wo es mir gut geht, dort wachsen Freude und Dankbarkeit und davon lebt die ganze Schöpfung.  

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