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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Kalender

Auf dem Weg zu größerer Lebendigkeit
20032

Rengsdorf: Haus der Stille
Kraft schöpfen in Gottes Schöpfung
20432

Rengsdorf: Haus der Stille

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Losung für den 04.08.2020

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. Psalm 26,12

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 1.Korinther 14,26

Service

Haus der Stille

Liebe deine Feinde - wie dich selbst! - Geistlicher Impuls

von Rüdiger Maschwitz. "Liebe deine Feinde - wie dich selbst!" Diese Bibelstelle klingt ungewöhnlich. In dieser Kombination der Worte kommt sie denn auch im Neuen Testament nicht vor. Und doch erscheint sie mir selbstverständlich, ja: Sie scheint mir sogar in einer guten biblischen Tradition zu stehen.

Liebe deine Feinde - wie dich selbst! Foto: Jegas / Fotolia Liebe deine Feinde - wie dich selbst! Foto: Jegas / Fotolia

„Liebe deinen Nächsten“: Dieses Wort ist uns vertraut. Dazu gehört die Ergänzung „wie dich selbst“.

Den Nächsten zu lieben, leuchtet vielen Menschen ein. Es erscheint ihnen selbstverständlich.

Den Fremden zu lieben - dies erleben wir nicht nur in der heutigen politischen Diskussion - , ist nicht (mehr) selbstverständlich. Wer dies tut, zieht Beschimpfungen und sogar Anfeindungen auf sich.

Die Feinde zu lieben, dies ist für viele Menschen noch exotischer, noch fremder oder gar unmöglich.

Es hat mit mir selbst zu tun, ob ich lieben kann

Nach meiner Erfahrung hat es immer etwas mit mir zu tun, ob ich einen anderen Menschen lieben kann. Ich selbst gehe in Resonanz zu dem anderen Menschen.

Im geistlichen Leben und besonders auf dem Weg der Exerzitien und der Meditation wird immer wieder deutlich, wie heilsam es ist, sich selbst zu lieben. Für viele Menschen ist dies ein mühsamer Weg. Sich selbst zu lieben heißt ja nicht, in einen persönlichen Egoismus zu verfallen, sondern vielmehr: sich selbst gegenüber eine heilsame und positive Haltung zu haben. Manchmal ist es gut zu spüren, dass wir uns selbst die bzw. der Nächste sein dürfen und sein sollen. Denn auch in mir selbst begegne ich vielem, was unverständlich, schwer zu akzeptieren, liebesbedürftig ist.

Den Fremden zu respektieren: ein schwieriges Gebot

Dies ist in dem Wort Jesu enthalten. Ich habe die Worte aus Matthäus 5 neu ausgelegt.

Den Fremden zu lieben, wert zu schätzen oder erst einmal einfach zu respektieren, gehörte in der jüdischen Tradition des Alten Testamentes zur Gastfreundschaft. Es war ein Gebot, eine Verpflichtung. Und dies ist nicht nur heute schwierig. Denn es gibt genug Fremdes schon in mir und ich begegne diesem Fremden unter anderem in dem fremden Menschen. Die Kunst, den Fremden zu lieben: Sie hat deshalb etwas damit zu tun, dass ich die Seiten in mir, die mir fremd und unliebsam sind, auch lieben lerne.

Genauso verhält es sich für mich mit dem Wort „Liebe deine Feinde - wie dich selbst“. Auch die Feindesliebe beginnt in mir. In Kursen habe ich mitunter den Eindruck, dass Menschen sich selbst gegenüber feindlich eingestellt sind. Manchmal sind sie sich selbst der „größte Feind“, so wie sie sich zum Beispiel selbst kritisieren oder Bedürfnisse zu unterdrücken versuchen.

Liebe deine Feinde ist also nicht nur eine Aufforderung, die äußeren Feinde zu lieben. Es ist eine Einladung, ein Hinweis und eine Ermutigung, die Seiten, die ich in mir selbst bekämpfe, nicht als feindlich oder gar als Feind anzusehen. Liebe deine Feinde wie dich selbst - gerade da, wo du dir selbst „Feind“ bist.

In diesem Sinne können wir die Liebe Gottes in all unsere Bereiche wirken lassen und auch den Fremden und die Feinde außerhalb von uns selbst respektieren und vielleicht sogar lieben.

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