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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Auf dem Weg zu größerer Lebendigkeit : mit Wandern
21031

Rengsdorf: Haus der Stille
"Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens"
21032

Rengsdorf: Haus der Stille
Meine Berufung aufspüren
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Losung für den 28.07.2021

In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt. Hiob 12,10

Denn in ihm leben, weben und sind wir. Apostelgeschichte 17,28

Service

Geistlicher Impuls, Baum, einsam Dieser einzelne Baum scheint zu suchen und sich zu strecken: nach Wasser, nach Licht, nach Gemeinschaft und Halt. Foto: Jürgen Hoffmann

Haus der Stille

Hunger: Wo unsere Suche eine gemeinsame Richtung hat

Oh je! Das neue Baby in der Familie weint verzweifelt. Der Hunger ist so groß! Und die Mama scheint unendlich entfernt – jedenfalls für ein kleines hungriges Baby. Aber jetzt: Mit einem letzten Aufschluchzen schmiegt es sich an die Brust seiner Mutter und darf endlich trinken. Alles ist wieder gut! Doch jede:r weiß: Das hält nicht lange. Dann ist das Baby wieder hungrig. Alles geht von vorne los.

Gerührt sehe ich zu. Ach, diese winzigen Kinder! Aber: Ist es bei uns Erwachsenen nicht ähnlich wie bei kleinen Kindern: Wir werden hungrig und satt und wieder hungrig. Vernünftige Menschen schreien nur nicht so laut wie ein Baby – oder vielleicht manchmal doch? Nicht nur der Magen, auch die menschliche Seele hungert und dürstet: nach mehr, nach Liebe, nach Anerkennung, nach Sinn.

Hungrig, satt, wieder hungrig

In der langen Zeit der Pandemie ist neuer Hunger dazugekommen: nach spontanen Begegnungen. Nach Gottesdiensten und selber-singen-Dürfen. Nach Kino, Pizzeria und Reisen. Nach sich-umarmen- Dürfen. Und für viele inzwischen auch nach der Corona-Impfung. Und, ja, wirklich: bei Schulkindern und Studierenden gibt es den Hunger nach Klassenzimmern und Hörsaal.

Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Verbote, Einschränkungen und Sorgen haben aber auch kreative Kräfte freigesetzt. Picknick im Park statt Kurzreise. Video-Konferenzen statt Dienstreise. Selbstkochen statt Kantine. Wie gut tut jedes kleine Gespräch. Wie schön ist die Nachricht über den genesenen Nachbarn, die Radtour im Frühsommer. Und manche haben ihr Leben befragt: War das wirklich so das Richtige, wie ich bisher gelebt habe? Die bisherigen Selbstverständlichkeiten? Die hohen Erwartungen an Erlebnisse „im Außen“?

Was stillt den Hunger nach Sinn in meinem Leben?

Wir Menschen tragen unendlich viele Wünsche in uns. Glaubende verstehen dies als Sehnsucht nach Gott. Das Irdische ist oft sehr schön – aber es sättigt nicht genug. Erst bei Gott findet die Seele Ruhe. „Meine Seele dürstet nach Gott wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser“, so sagt es der Psalm 143.

Entscheidend ist, ob ich mich der Frage stelle: Was brauche ich wirklich? Was erfüllt mich? Es ist ja kein Geheimnis: Da wird uns viel angeboten und vorgeschwärmt, was erfüllend sein soll. Eine neue Beziehung, Reisen, immer noch mehr gutes Essen – alles schön und gut, aber nichts davon stillt den tiefen Hunger nach Sinn in meinem Leben. Persönlich finde ich diesen Sinn in meinem Glauben an Gott, und vor allem in der Beziehung zu Gott. Darin werde ich von Gott genährt. Ich hoffe und glaube, dass er mich im Blick hat, mich liebt und begleitet.

Dranbleiben heißt die Devise

Einen Haken gibt es aber doch: Auch die Gottesbeziehung ist nichts, was man ein für alle Mal erreichen kann. Manchmal kann ich Gott lieben mit heißem Herzen und ihm ganz nah sein –  zu anderen Zeiten suche ich ihn scheinbar vergeblich. Dann heißt es dranbleiben und üben: Bibel lesen, Beten, in die Stille gehen, Gottesdienste besuchen. Am besten zusammen mit anderen, die auf einem ähnlichen Weg sind. Die auch mit Gott leben wollen. Gemeinsam geht es besonders gut. Denn der Hunger nach Leben hat eine gemeinsame Richtung. Das verbindet! Und nährt auch.

Martina Patenge, * 1956, katholische Theologin, Referentin für Exerzitienarbeit und Glaubensvertiefung im Kardinal-Volk-Haus in Bingen, gehört zum Beirat des Hauses der Stille.

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