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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Kalender

Geistliche Begleitung H 18 IV
20608

Rengsdorf: Haus der Stille
Salz der Erde - Licht der Welt (Mt 5, 13+14)
20208

Rengsdorf: Haus der Stille

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Haus der Stille, Melsbacher Hohl 5, 56579 Rengsdorf
Telefon 02634 - 92 05 10
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Losung für den 18.02.2020

Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sei fröhlich und getrost; denn der HERR hat Großes getan. Joel 2,21

Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. 1.Timotheus 3,16

Service

kreuz am himmel (Rauch-)Zeichen am Himmel: Wir sehen ein Kreuz, ein Plus, mal auch die Aufforderung zu einer bewussten Entscheidung wie hier über dem Haus der Stille. Foto: Irene Hildenhagen

Haus der Stille

2020 - ein feuriges Jahr?! Geistlicher Impuls

" Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! (...)" (Luk. 12,49-53)

Wo Jesus auftaucht, scheiden sich die Geister. Er ist gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Feuer haben wir im zurückliegenden Jahr allerorten durch die Medien vermittelt gesehen. Großbrände und Feuerbrunsten, die auch durch moderne Löschtechniken nicht einzudämmen waren.

Wie Rauchzeichen meine Entscheidung herausfordern

Von Irene Hildenhagen

 

"Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! (…) Meint ihr, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage euch: Nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei. Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter." (Lukas 12,49-53)

Wo Jesus auftaucht, scheiden sich die Geister. Er ist gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen.

Feuer haben wir im zurückliegenden Jahr allerorten durch die Medien vermittelt gesehen. Großbrände und Feuerbrunsten, die auch durch moderne Löschtechniken der Feuerwehr nicht einzudämmen waren. Ob im Amazonasgebiet in Brasilien, in Sibirien, in Kalifornien oder am schlimmsten in den jüngsten Monaten in Südaustralien. Die Welt steht in Flammen wie noch nie zuvor.

Politische Brände sind in den ersten Wochen des neuen Jahres ebenfalls aufgeflackert. Durch das Attentat auf den hohen iranischen General Qasem Soleimani durch die USA wurde Öl in die Flamme der Krisenregion gegossen. Hass, Wut und der Ruf nach Vergeltung loderten sofort auf.

Schlechtes Feuer, gutes Feuer

Die zerstörerische Kraft des Feuers ist uns vor Augen. Es gibt aber auch Brände, die einen positiven Effekt haben. Im Mittelmeerraum werden regelmäßig trockene, verdorrte Landstücke kontrolliert angezündet. Auf dem verbrannten Untergrund keimt rasch neue Vegetation und überzieht die verkohlte Landschaft mit frischem Grün.

Feuer ist auch immer ein Symbol für Läuterung, Reinigung und Klärung. Wenn Jesus sagt, „ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“, dann schwingen in dieser Ansage beide Dimensionen mit – die zerstörerische und die reinigende, klärende.

Das Feuer ist in diesem Zusammenhang ein Symbol der Trennung. Mit dem Feuer bringt Jesus Zwietracht in die Welt, im Großen und im Kleinen. Familien werde auseinander gebracht. Und jeder und jede ist zur Entscheidung aufgerufen: für oder gegen Jesus. Das ist der Anstoß, den Jesus in die Welt gibt.

Tausende Entscheidungen täglich

Auch wir hören heute Jesus zu und sind zur Entscheidung herausgefordert. Nicht immer machen wir uns das bewusst. Denn in der Fülle der Entscheidungen, die wir tag-täglich treffen, bewegen wir uns meistens im eigenen Reflexionsraum. Wir treffen in der Regel unsere Entscheidungen im Rahmen unseres menschlichen Kalküls und Ermessensspielraums.

Es fängt frühmorgens bei vermeintlich banalen Entscheidungen an wie: Was ziehe ich an, was esse ich zum Frühstück, welche meiner Aufgaben gehe ich heute als erste an?

Rituale helfen uns, diese Fragen routiniert anzugehen und keine Zeit und Kraft mit langen Reflexionen zu vergeuden.

Andere Entscheidungen nötigen uns zum Nachdenken und verlangen Aufmerksamkeit: Wie verhalte ich mich in einer konkreten Konfliktsituation (in der Partnerschaft, Familie, im Kolleg*innenkreis, gesellschaftlich)? Auch da haben wir uns vielleicht an Routinen gewöhnt. Eingeübte Verhaltensweisen lassen mich so oder anders handeln. Wenn ich mir keine Zeit zur Reflexion nehme, nehme ich mit meiner Entscheidung gewohnte Wege und werde der je besonderen Situation womöglich nicht wirklich gerecht.

Jesus fordert zur Prüfung auf: Welcher Geist belebt mein Entscheiden und Handeln?

In Lukas 12 hören wir, dass Jesus zur Spaltung zwischen Menschen herausfordert. Und die Konflikte – ob Streit in der Familie oder Folgen des Klimawandels – , mit denen wir konfrontiert werden, sind vielleicht nicht immer nur hausgemacht, sondern himmelgemacht? Durch diese Ansage Jesu fühle ich mich herausgefordert zu fragen: Wofür stehe ich ein? Was gibt mir Stand? Wogegen wende ich mich? Wo sind meine Grenzen?

Vielen unserer Entscheidungen liegen diese Fragen zugrunde. Wir stellen sie nicht immer in dieser grundsätzlichen Form, aber sie leiten unsere Entscheidungen und unser Verhalten.

Eine Hilfe zu entscheiden, ist in der geistlichen Tradition der ignatianischen Exerzitien, die wir im Haus der Stille in einigen Kursen einüben, die Frage nach der Unterscheidung der Geister.

„Prüfet die Geister, ob sie von Gott sind!“ (1. Joh. 4,1)

  • Welcher Geist, d.h. welche meiner Gedanken und Regungen, sind wodurch motiviert?
  • Was leitet mich, wenn ich mich für die eine oder andere Richtung entscheide?
  • Welche Folgen hat meine Entscheidung?
  • Finden andere durch sie Trost? Ist sie Ausdruck der Liebe und stärkt die Liebe?
  • Kann ich mir vorstellen, dass Jesus auch so entscheiden und handeln würde?

Mit jeder Entscheidung gebe ich meinem Leben ein klein wenig mehr Gestalt. Daher ist die Zeit wertvoll, die ich mir für eine Entscheidung nehme. Diese Zeit ist uns geschenkt – im Jahr 2020 sogar an 366 Tagen.

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