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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Geistliche Begleitung F 20 II
20645

Rengsdorf: Haus der Stille

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Haus der Stille, Melsbacher Hohl 5, 56579 Rengsdorf
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Losung für den 31.10.2020

Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not. Psalm 59,17

Am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. Markus 1,35

Service

Senfkorn Er muss nicht perfekt und darf klein wie ein Senfkorn sein: Glaube an Gott wächst da, wo jemand glauben will. Foto: Dorothea Müth

Haus der Stille

Wie glauben? Senfkornklein!

Die junge Frau wiegt den Kopf und überlegt: „Ach nee  –  ich bin nicht so sehr gläubig!“ Und dann erzählt sie, dass sie schon an Gott glaubt. „Ich brauche das, eine Kraft, die ist größer als ich. Und die Geschichten von Jesus mag ich sehr. Die helfen mir.“

Dabei strahlen ihre Augen! Gebannt höre ich ihr zu. Das nennt sie „nicht so sehr gläubig“?  

Geistlicher Impuls von Martina Patenge

Sie glaubt an Gott, an Jesus Christus, und das hilft ihr. Das kann ich alles richtig spüren. Aber was bitte ist dann „gläubig“? Mit welchem Maß misst sie ihren Glauben? Was fürchtet sie, wie groß der sein müsste?

Ich denke an die Bibelworte vom Senfkorn. Jesus selbst hat gesagt:

„Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen? (…) Es gleicht einem Senfkorn.“ (Mk 4, 31)

Das Reich Gottes ist da, wo jemand glauben will

Auf meinem Schreibtisch liegt ein Tütchen mit diesen kleinen schwarzen Senfkörnern. Die sind echt winzig und verlieren sich in meiner Hand. Soooo winzig fängt das Reich Gottes an! So winzig klein fängt auch die Hoffnung auf Gott manchmal an. Jesus fragt nicht, wie groß der Glaube eines Menschen ist, oder wie perfekt. Er fragt auch nicht, ob die Glaubenden alles richtig machen und vorschriftsmäßig. Perfekt ist nicht nötig! Der Maßstab von Jesus ist viel einfacher: Das Reich Gottes ist da, wo jemand glaubt. Das Reich Gottes ist sogar dort schon da, wo jemand glauben will und es noch gar nicht kann oder verlernt hat. Gott ist schon da in den Herzen der Menschen, wenn sie erst noch nach ihm suchen. Selbst dieser Anfang ist schon „das Reich Gottes“.

Ich finde das tröstlich. So ungeheuer tröstlich… auch für meinen eigenen Glauben. Vor allem in Zeiten, in denen ich selbst eher am Suchen bin. Wenn ich manchmal nicht so richtig weiß, ob ich „richtig glauben kann“. Weil ich mich gerade mit anderen Fragen herumschlage. Weil meine Seele sich eher stumpf anfühlt. Weil es mir vielleicht schwer fällt, in die Tiefe meines Herzens zu hören.

Glauben ist kein Hochleistungssport... sondern ein Lebensweg

Der Glaube an Gott darf klein anfangen. Er muss nicht riesig sein. Die Hoffnung auf Gottes Reich beginnt mit vielen kleinen Anfängen. Das sagt Jesus und beteuert immer wieder: Glauben ist kein Hochleistungssport, sondern ein Lebensweg. Dieser beginnt mit dem ersten Schritt. Und damit die Leute das wissen und verinnerlichen, hat Jesus sich abgemüht, gepredigt und erklärt. Er ist mit all den hilfesuchenden Zuhörerinnen und Zuhörern zusammen gewesen, damit sie das spürten: Perfekt ist nicht nötig! Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn. Das reicht für den Anfang. Wer weiß, was noch draus werden kann. Jesus sagt:

„Das Senfkorn ist das kleinste unter den Samenkörnern. (…) Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige.“ (Mk 4, 31 – 32)

 

Martina Patenge, * 1956, katholische Theologin, Referentin für Exerzitienarbeit und Glaubensvertiefung im Kardinal-Volk-Haus in Bingen, gehört zum Beirat des Hauses der Stille

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