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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Kalender

Auf dem Weg zu größerer Lebendigkeit
20032

Rengsdorf: Haus der Stille
Kraft schöpfen in Gottes Schöpfung
20432

Rengsdorf: Haus der Stille

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Losung für den 04.08.2020

Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. Psalm 26,12

Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 1.Korinther 14,26

Service

Spiegelbild im Wasser, Geistlicher Impuls Wie sehe ich mich im Spiegel von Wetterlagen? Mit festem Stand oder wie der Sturm an mir zerrt? Krisen wie die Corona-Pandemie führen dahin, sich selbst besser kennenzulernen. Foto: Dorothea Müth

Haus der Stille

Von Sturm und Stille - wie eine Krise in die Selbsterkenntnis führt

Geistlicher Impuls von Ulrike Stürmlinger

Der Sturm und die Stille: zwei verschiedene Worte, die scheinbar leicht zu unterscheiden sind. Es sind eindeutige Bezeichnungen - Sturm ist Sturm und Stille ist Stille.

Doch ist es so eindeutig? Wie erleben wir den Stillstand des öffentlichen Lebens?
Als Sturm oder als Stille? 

Das Markusevangelium erzählt von einem Sturm, der die Jünger in Todesangst versetzt, aber die Ruhe Jesu nicht stört. Sie sitzen im gleichen Boot, sind in der gleichen Situation und erleben dennoch völlig unterschiedliche Szenarien.

Warum? Es liegt sicher nicht daran, dass Jesus „der bessere Steuermann ist“. Er hat einfach keine Angst. Die Jünger jedoch kommen in der Szene fast um.

Die Frage ist: Wer bin ich?

Daraus können wir jetzt den Zuruf hören: Erkenne dich selbst!  Schon im 5. Jahrhundert vor Christus zierte diese Inschrift den Apollotempel von Delphi. Γνῶθι σεαυτόν.  Auch der Volksmund weiß: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Jesus stellt an dieser Stelle zwei Fragen:
„Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr immer noch keinen Glauben?“

Mühevoll ist der Weg…

In der Corona-Krise können wir heute fragen: Welchen Umgang habe ich mit mir selbst? Habe ich Vertrauen ins Leben?  Habe ich einen Glauben, der mich trägt? Ist Gott für mich ein Ort des Trostes und der Freiheit?

Die Frage ist dabei nicht: Wer ist Gott? Sondern: Wer bin ich? Was weiß ich über mich und die Impulse, die mich beeinflussen, die meine Gedanken und Gefühle prägen? Wie gehe ich mit ihnen um? Wo stellen sie sich mir in den Weg?  Sehe ich, dass ich in die große Liebe Gottes nicht hineinfinde, weil ich gefangen bin in ängstlichen Mustern?

… und führt doch in die Freiheit, oder?!

Jesus lockt die Menschen, die mit ihm zu tun bekommen, auf einen Weg der Selbsterkenntnis. Er öffnet die Augen: Wer seid Ihr? Wer regiert in Eurem Lebensboot?

Der Weg der Selbsterkenntnis ist ein langer und mühevoller Weg. Er braucht große Liebe und große Aufmerksamkeit. Er ist eine Chance, mehr zu dem Menschen zu werden, als den Gott mich gemeint hat. Habe ich den Mut, ihn zu gehen?

Andererseits: Warum sollte ich Angst vor ihm haben? Jesus Christus ist an meiner Seite.  Er verkörpert unendliche Liebe. Er lässt mich das Leben mit neuen Augen sehen. Ich kann ahnen, dass sein Weg in die Freiheit führt - oder?!

 

Ulrike Stürmlinger, *1961, ist Gemeindepfarrerin in Straelen-Wachtendonk am Niederrhein und gehört zum Beirat des Hauses der Stille

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