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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Losung für den 24.10.2019

Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen, wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber du hast uns herausgeführt und erquickt. Psalm 66,12

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1.Johannes 5,4

Service

Foto_Newsletter_Sept2019 Bild von Gudrun Becker

Haus der Stille

"ich dein baum..."

von Helga Siemens-Weibring, Düsseldorf. Wir erinnern uns an Dorothee Sölle, streitbare Theologin, Mystikerin und Dichterin, die am 30. September 90 Jahre alt geworden wäre.

„Je radikaler sie formulierte, desto frömmer wurde sie.“ (Bärbel Fünfsinn, Theologin und Musikerin)

"Jeder theologische Satz muss zugleich auch ein politischer sein" so formulierte Dorothee Sölle ihren Anspruch, den sie aus ihrem Glauben heraus vertrat: leidenschaftlich, politisch und anpackend. Lebendiger Glaube fordert den Menschen heraus, kann aber nur erwachsen, wenn er in dem Vertrauen auf Gottes Liebe tief eingebettet ist.

In einem ihrer bekanntesten Gedichte „Ich dein baum“ geht sie mit Gott in den Dialog:

„Nicht du sollst meine Probleme lösen sondern ich deine“ beginnt sie ihre Zwiesprache mit Gott.

Kein Flehen um Hilfe, kein verzweifeltes Rufen aus einer Hilf- und Ratlosigkeit angesichts all dessen, was an Problemen vor uns liegt, sondern die klare Erkenntnis: Ich bin dein Werkzeug hier auf Erden, du hast mich so geschaffen, wie ich bin. Du hast mich ausgestattet mit allem, was dazu nötig ist: „du hast mich geträumt gott“.  

Dieses Urvertrauen, diese Gewissheit, dass Gottes Liebe uns zu allem befähigen und in allem begleiten kann, gab Dorothee Sölle die Kraft für ihr Tun und ihr Leben.

Im Gedicht spricht sie die Probleme an, bei denen es an diesem Anpacken mangelt: Hunger, Terror, Flüchtlinge… Alle auch noch heute relevanten Themen sind bei ihr schon auf der Agenda.

Gott ist nur dann da, wenn wir ihn mit in unsere Probleme nehmen, wenn wir nicht versuchen, sie alleine zu lösen, sondern dankbar seine Kraft täglich in uns aufnehmen, spüren und weiter verbreiten: politisch und geistlich, im Reden und im Agieren, für uns selbst und für unsere Welt.

„Ich will nicht aufhören mich zu erinnern dass ich dein baum bin gepflanzt an den wasserbächen des lebens.“

Die heutige Zeit braucht diese geistliche, geistige und politische Dimension, die Dorothe Sölle von der Theologie und von der Kirche fordert.

Kraft schöpfen, um Gottes guten Geist zu verbreiten – in unseren politisch schwieriger werdenden Zeiten eine Notwendigkeit, die wir annehmen sollten. Nehmen wir Gott auf, so wie sie ihn aufgenommen hat.

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