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Über das Haus der Stille

Das Haus der Stille ist das Einkehr- und Meditationszentrum der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Verherrlicht Gott in Eurem Leib (1. Korinther 6,20) : Stille Tage mit Yoga
19233

Rengsdorf: Haus der Stille

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Losung für den 20.07.2019

Das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt. Jesaja 11,9

Es hat Gott gefallen, alle Fülle in Christus wohnen zu lassen und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Kolosser 1,19-20

Service

Haus der Stille Angebot Exerzitien Foto: Anna Siggelkow

Haus der Stille

Impulse für eine Woche Meditation mit Gerhard Tersteegen

von Rüdiger Maschwitz. Gerhard Tersteegen ist vor 250 (1769) Jahren in Mülheim an der Ruhr gestorben. 2019 ist also ein gutes Jahr, um an ihn zu erinnern. Im Haus der Stille werden wir am 22.4.2020 in einem Studien- und Kontemplationstag dies aufnehmen. Persönlich schätze ich besonders das Lied „Gott ist gegenwärtig“.

Tersteegen spricht von seinen Erfahrungen mit Gott in der Kontemplation, also von der im Schweigen stattfindenden christlichen Meditation. Wahrscheinlich hat Tersteegen eine Form des Herzensgebetes als inneres Gebet praktiziert.

Zum Ablauf: Ich springe ein wenig in seinem Text hin und her und nehme so Impulse für 7 Tage auf. Lassen Sie diese Texte täglich in die Stille hinein wirken. Wenn Sie eine Praxis der Kontemplation pflegen, nehmen Sie nach einer Zeit der „Einwirkung“ ihre eigene geistliche Übung auf.

1. Tag: Gott ist gegenwärtig

„Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten. Ich in Dir Du in mir.“

Dazu: Die Grunderfahrung von Gerhard Tersteegen ist für das eigene geistliche Leben Impuls und Voraussetzung: Gott ist gegenwärtig.  Jörg Zink beschrieb dies ähnlich. Er nannte Gott: Ewige Gegenwart. Gott muss nicht gesucht werden, es bedarf nicht des eigenen Wohlverhaltens, sondern es gilt einzig und allein: diese Gegenwart Gottes will wahrgenommen werden. Sie sitzen also in der Stille - ohne eigenes Zutun - in dieser ewigen Gegenwart.

Dabei unterstützt eine Praxis des inneren Gebetes. Ich schlage Ihnen vor: Sprechen Sie inwendig das „Wort“ beim Einatmen: Ich in dir - beim  Ausatmen: Du in mir.

Wem dies zu lange ist, nimmt nur den 2. Teil: Du (einatmen) - in mir (ausatmen). Dies dürfte für die meisten Menschen ein leichterer Einstieg sein.

2. Tag: Alles in uns schweige

„Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige.“

Dazu: In diesem immer währenden und immer neuen Prozess der Wahrnehmung Gottes hilft es, wenn wir in das Schweigen finden. Äußerlich schweigen kann jeder Mensch - mehr oder weniger gut. Sind Sie nicht irritiert, wenn nun in Ihnen kein Schweigen eintritt. Oftmals machen wir die gegenteilige Erfahrung. Wenn wir nach außen hin schweigen, scheinen die Gedanken und die Emotionen sich in uns zu vervielfältigen. Es ist also eine Übung: Wir nehmen uns Zeit für das äußere Schweigen und üben, mit der oben vorgeschlagenen Praxis des inneren Gebetes ein,  in das innere Schweigen zu finden.

3. Tag: Die Verbeugung und die Augen - eine Geistliche Haltung

„… und sich innigst vor ihm beuge.                                                                                                                            Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag] die Augen nieder (aus Vers 1).                                                                  Lass mich dich erblicken (Vers 8)´und vor dir mich bücken.“

Dazu: Tersteegen spricht hier die Verbeugung und die Augenhaltung an. Er verbeugt sich anscheinend vor Gott und den Menschen. Was viele Menschen aus dem Alltag der Meditation kennen, ist auch ihm vertraut. Hier wird deutlich, dass dies nicht nur eine „östliche“ Praxis ist. Beginnen Sie also die Zeit der Stille durchaus mit einer Verbeugung. Die Augenhaltung ist bei Terstegen ebenfalls beschrieben. Sitzen Sie nicht mit offenen Augen, sondern schlagen Sie die Augen fast zu. Es bleibt nur ein kleiner Spalt, durch den Sie vor sich auf den Boden schauen. Oder: Schließen Sie die Augen ganz, vielen hilft dies bei der Sammlung.

4. Tag: Das eigene Nicht-Tun

„Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, lass mich so, still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.“

Dazu: In diesen Zeilen ist wunderbar die Haltung des Menschen im inneren Gebet beschrieben. Es ist eine Balance zwischen einem Wachen Dasein des Menschen und andererseits dem Vertrauen, dass Gott im Menschen wirkt. Seien Sie einfach da und halten sich hin.

5. Tag: Ich in dir und du in mir - die Übung als Erfahrung

„Ich in dir und du in mir.“

Dazu: „Ich in dir und du in mir“ beschreibt zum einen die persönliche Erfahrung von Tersteegen und gleichzeitig ist es ein Wort, das eine Beziehung ausdrückt: DU und ICH.  Das Paradoxe an dieser Beziehung ist - zumindest für mich -, dass ich alle Vorstellung von dem DU sein lasse. Für mich - und dies sage ich in aller Vorsicht - lege ich diese Beziehung auf nichts fest, Gott bleibt für mich das Geheimnis, das gegenwärtig ist.

Gleichzeitig ist das Wort, wie schon am 1. Tag beschrieben, eine Möglichkeit des inneren Gebetes.

6. Tag: Früchte und Geschenke

„Mache mich einfältig, innig, abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden;[5]
mach mich reinen Herzens, dass ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit.“

Dazu: Hier ist die Haltung des Menschen beschrieben. Verstehen Sie einfältig als einfach.                               Dann ist es eine Einladung einfach zu sein, innezuhalten und friedvoll sanft und still zu leben.                                                                                                                                                                      Das innere Gebet - also die Meditation - fördert diesen Weg und schenkt ein klares Herz und Wahrhaftigkeit.

7. Tag: Leben aus der Kraft des Geistes

„Herr, komm in mir wohnen, lass mein’ Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden.“
Dazu: Letztlich geschieht dies alles durch die Kraft und Energie Gottes, die wir „heiliger Geist“ nennen und die in und unter uns wirken will. Tersteegen spielte in diesem Satz auf das Wort des Paulus an: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel Gottes ist“. Der Leib, also mein ganzes gegenwärtiges Sein, ist der Wohnort Gottes. Gott ist gegenwärtig.

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