Ev. Kirchengemeinden Isselburg und Hueth-Millingen

Wie eine große Familie

Sommerfreizeit im Sjöhaga Ungdomsgard war einfach klasse 

„Wie eine Familie, so haben wir uns gefühlt, als wir in der Zeit vom 8. bis zum 24. Juli miteinander in Schweden waren. Am Anfang waren wir Fremde, am Ende waren wir Freunde.
Obwohl wir einige Verpflichtungen wie Küchendienst und Aufräumen hatten, konnten wir die Freizeit in vollen Zügen genießen. Bei gutem Wetter ließen wir uns von der Sonne bescheinen und badeten im See, aber nicht alle immer nur freiwillig. Reinschmeißen und nasse Umarmungen waren sehr beliebt.
Auch gegessen haben wir gut: 6 kg Nudeln, 9 kg Köttbullar, 5 l Soße, das war pro Mahlzeit schon mal drin. Und wenn es Kartoffeln gab, dann mussten pro Mahlzeit 15 kg geschält werden. Das schmeckte uns besonders gut. Manchmal konnten wir sogar draußen essen, das war sehr schön.
Einen großen Schrecken gab es, als eines Tages plötzlich der Feueralarm losging. Später wurde bekannt gegeben, dass eine Deo-Schlacht schuld daran war. Der Rauchmelder hatte das Deo für Rauch gehalten.
Einigen Zank gab es um den Klavierhocker im Kirchenraum. Viele wollten mal darauf sitzen und spielen. Letzten Endes wurde der allseits beliebte Flohwalzer illegal.
Im Laufe der Zeit bildeten sich einige besondere Gemeinschaften: die Lese- und Schreibgemeinschaft im Mädchenzimmer und die allgemeine Krankenabteilung. Es war zwar niemand ernsthaft krank, aber Husten, Heiserkeit und Schnupfen machten die Runde.

Die ganze Gruppe LupeDie ganze Gruppe

Natürlich wollen wir nicht vergessen, dass wir auch tolle Ausflüge gemacht haben: Im Spielehaus Boda Borg verging die Zeit wie im Flug. Es machte sehr viel Spaß, die Herausforderungen in den verschiedenen Parcours zu meistern, z.B. durch „Spinnenweben“ zu klettern, durch dunkle Tunnel zu kriechen, zugleich Knöpfe zu drücken oder wie König Arthur Schwerter aus Holzstämmen zu ziehen. In der Karlsburg machten wir eine Führung mit und lernten etwas über das Leben der Soldaten vor 200 Jahren. So hatten z.B. die Offiziere eine Kanone im Wohnzimmer stehen, mit der sie im Notfall aus dem Fenster schießen konnten. Die Frauen waren verpflichtet, die Kanonen zu putzen. Außerdem haben wir die Simulation eines Angriffs auf die Festung miterlebt. Das war sehr spannend. Wir besichtigten die Eisengrube in Taberg und konnten im Balthazar Science Center verschiedene Experimente selbst ausprobieren. So konnten die, die sich das trauten, unter Anleitung einer Mitarbeiterin des Science-Centers ein Schweineherz sezieren.

Am Feuer Am Feuer

In der freien Zeit bastelten wir und spielten Spiele wie z.B. das sehr beliebte Wikingerschach. Oft badeten wir bei herrlichem Wetter im See, faulenzten auf der Wiese oder fuhren mit den Kanus.
Krönender Abschluss waren die Lagerfeuer mit Stockbrotbacken, bei denen wir sogar Feuerspucken durften.
Eine tolle Erinnerung an diese schöne Zeit sind unter anderem die selbst gestalteten T-Shirts.“
Soweit der Bericht einiger Teilnehmerinnen. Und auch ich als verantwortlicher Leiter hatte in diesem Jahr das Gefühl, dass es eine sehr schöne und gute Fahrt war. Jeden Tag habe ich versucht, eine biblische Geschichte spannend und aktuell zu erzählen. Alle haben dabei zugehört, ohne groß zu stören. Konflikte und Streit gab es nur wenig, und wenn, dann haben wir darüber gesprochen. Aber ganz viel gute Gemeinschaft war da und viele neue Freundschaften sind entstanden.

Pfarrer Michael Binnenhey

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26.08.2016



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