Beim Gottesdienst im Brüter (Foto: Klaus Potten)

Ev. Kirchengemeinden Isselburg und Hueth-Millingen

"Vom Höllenfeuer zum Vergnügungsparadies"

Gottesdienst am 15. Januar 2017 im Wunderland Kalkar

Im Rahmen des Reformationsjubiläums haben die Gemeinden Emmerich, Haldern, Hueth-Millingen, Isselburg und Rees am 15. Januar 2017 gemeinsam einen Gottesdienst im Wunderland Kalkar, dem ehemaligen Schnellen Brüter, gefeiert. Zwei Zeitzeugen von damals ließen die über 200 Besucherinnen und Besucher die Brisanz der Situation noch einmal nacherleben. Diakon Bernhard Hözel aus Millingen hatte seinerzeit als Ingenieur am Kraftwerk gearbeitet. Er schilderte die Technik aus seiner Sicht. Pfarrer Klaus Bender aus Moyland hatte seinerzeit im Widerstand gegen den Brüter gestanden und berichtete von seinen sehr lebendigen Erinnerungen. Beide sprachen sehr engagiert und man konnte spüren, dass sie auch heute noch in versöhnter Verschiedenheit auf unterschiedlichen Seiten standen, dabei aber beide ihre Verantwortung als Christen sehr ernst nahmen.

Das Aus für den Schnellen Brüter kam letztlich nach der Katastrophe von Tschernobyl.

Pfarrer Binnenhey arbeitete in seiner Predigt heraus, dass es wichtig sei, als Christ politische Verantwortung wahrzunehmen, dass es aber manchmal eben auch sehr schwer zu erkennen sei, welcher Weg richtig ist. „Ein Restzweifel an der eigenen Entscheidung wird und muss sogar immer bleiben, weil wir Geschöpfe sind und nicht Schöpfer,“ so führte er sinngemäß aus.

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18.02.2017



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