Losung für den 20.11.2019

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen. Psalm 71,23

Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern. Epheser 5,19

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Ev. Kirchengemeinden Isselburg und Hueth-Millingen

Christlicher Glaube verändert unser Leben

Konfirmandenfreizeit und Vorstellungsgottesdienste

Christlicher Glaube verändert unser Leben. Unter diesem Thema stehen unsere Vorstellungsgottesdienste am 18. März um 18 Uhr in Millingen und am 19. März um 10.15 Uhr in Isselburg. Auf der Fahrt ins Haus Quelle in Kerken haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden diesen Gottesdienst vorbereitet. Dabei wurde intensiv über das Leben von Roger Schutz, Sophie Scholl und Dr. Martin Luther King gearbeitet.

 

Hier vier Texte, die die Mädchen und Jungen selbst geschrieben haben:

 

Roger Schutz wurde im Jahr 1915 in der französischen Schweiz geboren. Er hatte acht Geschwister und sein Vater war evangelischer Pfarrer. Auf Wunsch des Vaters studierte er unter anderem auch in Straßburg  evangelische Theologie, um Pfarrer zu werden. Nach einer schweren Erkrankung kaufte er ein Haus in Taizé in Burgund in Frankreich. Dort versteckte er während des 2. Weltkrieges Juden und politische Flüchtlinge. Nach dem Krieg half er dann deutschen Kriegsgefangenen.

Dann gründete er in Taizé eine ökumenische Lebensgemeinschaft, in der Männer verschiedener Konfessionen gemeinsam ihren christlichen Glauben leben. Schon bald zogen jedes Jahr immer mehr junge Menschen dorthin. Roger Schutz wollte, dass sie den Glauben im Herzen spürten. Im Jahr 2005 wurde er von einer psychisch gestörten Frau während des Gottesdienstes ermordet. Bis heute aber kommen Jugendliche aus allen Teilen der Welt nach Taizé, um dort den Sinn des Lebens zu finden. So hat Roger Schutz vielen Menschen den Weg zum christlichen Glauben geöffnet.

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren. Als junges Mädchen schloss sie sich zunächst der Hitlerjugend an. Aber sie merkte bald, dass sie verführt worden war. Nach dem Abitur musste sie zum Reichsarbeitsdienst. Seit 1942 studierte sie Biologie und Philosophie an der Universität München. Zusammen mit ihrem Bruder Hans schloss sie sich der „Weißen Rose“ an. Die „Weiße Rose“ wehrte sich gegen Hitler und sein Regime. Sie schrieben Flugblätter, in den die Wahrheit über das Dritte Reich stand und verteilten sie. Dabei wurden sie 1943 in der Universität erwischt. Kurz darauf wurde Sophie Scholl zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sie wurde nur 21 Jahre alt.

Martin Luther King war ein Mann, der sich für Gleichberechtigung einsetzte, besonders für die Schwarzen. Er wurde im Jahr 1929 geboren. Mit 18 Jahren studierte er Theologie und machte seinen Doktortitel. Einige Jahre später heiratete er die Sängerin Coretta Scott. Die beiden hatten vier Kinder.

Sein ganzes Leben lang kämpfte er gewaltlos für die Rechte der Schwarzen. Am 28. August 1963 marschierte er mit 250.000 Menschen aller Rassen in einem Protestmarsch in die Hauptstadt der USA, nach Washington. Da hielt er seine Rede „I have a dream“, womit er weltberühmt geworden ist. Für diese Rede und seinen Einsatz erhielt er 1964 den Friedensnobelpreis. In demselben Jahr wurde die Rassentrennung in den USA aufgehoben. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King erschossen.

 

Glauben kann das Leben verändern, indem man Gutes tut. Man kann Mobbing verhindern und dazwischen gehen, wenn jemand gemobbt wird. Man kann auch im Namen Gottes Menschen überzeugen und ihnen etwas aus der Bibel nahebringen. Das kann aber auch sehr schwer werden, weil man selbst viele Ängste hat oder vielleicht sogar verletzt wird.

 

Vielleicht muss man sogar mit seinem Leben bezahlen, so wie Hans und Sophie Scholl, Dr. Martin Luther King und Roger Schutz. Sie sind alle vier ums Leben gekommen, haben aber trotzdem viele Menschen bewegt. Wenn wir unseren Glauben leben und uns einsetzen, lohnt sich das immer, weil die Welt dadurch ein bisschen besser wird.

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17.03.2017



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