Losung für den 25.11.2020

Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt. Amos 6,6

Den Reichen in der gegenwärtigen Welt aber gebiete, nicht überheblich zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den flüchtigen Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles in reichem Maße zukommen und es uns genießen lässt. Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein und ihren Sinn auf das Gemeinwohl richten. So verschaffen sie sich eine gute Grundlage für die Zukunft, die dazu dient, das wahre Leben zu gewinnen. 1.Timotheus 6,17-19

Gemeindebriefe

Unserere Gemeindezeitung (WIR in der Evangelischen Kirchengemeinde Jüchen) erscheint zweimonatlich. Hier können Sie die online-Versionen ansehen und downloaden.

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Service

Sonntagswort-29

Aktuelles

Inspiriert. Sonntagswort Jüchen

Unser geistliches Leben soll in Zeiten von Corona nicht verkümmern. Daher finden Sie nun jeden Samstag an dieser Stelle unser Angebot "Inspiriert. Sonntagswort Jüchen".

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

über dem Eingang der Ev. Friedhofshalle in Jüchen befindet sich ein interessantes Ornament: Zwei gekreuzte Palmwedel grüßen alle, die diesen Raum betreten bzw. sagen ohne Worte, was man hier eigentlich vorfindet: Einen Ort der Stille, an dem Tote würdig aufgebahrt werden, an dem man Abschied nimmt und an dem man als versammelte Gemeinde Gottes Wort hört. Hier wird die Auferstehungsbotschaft gepredigt, der Sieg des Lebens über den Tod – und damit wird Raum geschaffen für Halt und inneren Frieden, der zuteil werden soll denen, die sich von Angehörigen trennen müssen. Christus spricht: „Den Frieden gebe ich euch. Meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt; euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht“ (Joh. 14, 27)

Am Ewigkeitssonntag gedenken wir der Verstorbenen im zu Ende gehenden Kirchenjahr. Wir nennen ihre Namen und zünden jeweils ein Teelicht für sie an. Wir blicken zurück auf die Wegstrecken, die wir ge-meinsam gegangen sind und danken für all das Gute, das uns durch sie gegeben war. Nach dem Gottesdienst gehen wir zu den geschmückten Gräbern und gedenken in der Stille unserer Heimgegangenen. Es ist dies keine lästige Pflicht, vielmehr ein inneres Bedürfnis, ihnen ganz nahe zu sein. Dieses Ritual hilft, Trauer zu verarbeiten und zu überwinden, und erfüllt einen mit einem guten Gefühl.

Totengedenken ist aber auch ein notwendiger Lernweg. Schon beim Betreten einer Friedhofskapelle werden wir ruhig, spüren wir, dass an diesem Ort über die Grenze des irdischen Lebens nachgedacht und gesprochen wird; ja, dass man sich ihr stellt. Verdrängen hilft nicht. Fliehen ist aussichtslos, denn der Tod gehört zum Leben dazu. Desto bewusster wir uns das machen, desto bewusster könnten wir unseren Alltag leben und die Zeit verbringen.

Es ist gut, dass es Kapellen gibt, die den Zeitgenossen mit ihrer Symbolik an die Endlichkeit erinnern. Sie holt ihn herunter vom Wahn, unsterblich zu sein oder sich selbst überdauern zu wollen mit dem, was er tut. Hier wird ungeschminkt vom Leben gesprochen, das einmal stirbt und das im gesteckten Rahmen Kraft und Trost aus dem Glauben schöpfen kann. Hier wird die Furcht vor dem Tod überwunden und jenes bleibende Leben erhofft, das Jesus Christus bereits erhalten hat.

Barmherziger Gott, du hast alles erschaffen, Himmel und Erde, Pflanze, Tier und Mensch.
Wir danken wir dafür und bitten dich: Lass uns unsere Lebenszeit so verbringen, dass wir unsere Aufgaben erfüllen, dem Nächsten dienen und dich ehren.
Heute erinnern wir an die Verstorbenen der letzten Monate. Lass sie ruhen in Frieden. Sei ganz besonders bei den Angehörigen, deren frische Wunden noch schmerzen und gib, dass ihre Herzen heilen können.
Wir gedenken in Liebe auch all unserer Verstorbenen, die längst schon bei dir sind und denen wir viel zu verdanken haben. Vollende sie in der Ewigkeit und führe uns einst alle zusammen in deinem Reich. Amen.

Einen ruhigen, friedevollen Sonntag wünscht, verbunden mit freundlichen Grüßen

Ihr Pfarrer Horst Porkolab

 

Hinweis

Alle wichtigen Infos und etwaige Änderungen zu unserem Gemeindeleben finden Sie hier oder in unserem Gemeindebrief WIR, den Sie von der Startseite aus downloaden können.

Jauchzet Gott in allen Landen

Mit freundlicher Erlaubnis von Frau Theresa Nelles können Sie an dieser Stelle für die nächsten Wochen die Aufzeichnung des Live-Mitschnittes des Werkes "Jauchzet Gott in allen Landen, BWV 51" von Johann Sebastian Bach aufrufen. Die Mitwirkenden waren:

Theresa Nelles, Sopran
Frank Ludemann, Trompete
Franziska Früh, Violine
Margarita Rumyantseva, Violine
Ralf Buchkrämer, Viola
Franziska Batzdorf, Violoncello
Markus Vornhusen, Kontrabass
Wolfgang Abendroth, Orgel

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21.03.2020



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