Losung für den 03.03.2021

Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. 1.Mose 2,18

Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Johannes 19,26-27

Gemeindebriefe

Unserere Gemeindezeitung (WIR in der Evangelischen Kirchengemeinde Jüchen) erscheint zweimonatlich. Hier können Sie die online-Versionen ansehen und downloaden.

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Service

Sonntagswort-43

Aktuelles

Inspiriert. Sonntagswort Jüchen

Unser geistliches Leben soll in Zeiten von Corona nicht verkümmern. Daher finden Sie nun jeden Samstag an dieser Stelle unser Angebot "Inspiriert. Sonntagswort Jüchen".

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

im zu Ende gehenden Monat wurden wir gleich zweimal überrascht: Durch unerwartet tiefe bzw. hohe Temperaturen und ihren Folgen. Der plötzliche Wintereinbruch hat uns nach langer Zeit wieder mal Schnee und Eis beschert. Und die warmen Tage ließen die Natur wiederum in einem anderen Outfit erscheinen. Man möchte meinen, sie versteht durchaus etwas von Ästhetik…

Mehrere Tage schon war ich nicht mehr in unserem Garten gewesen. Als ich ihn neulich wieder betrat, habe ich gestaunt über den Schneeglöckchenteppich und die vielen violetten Farbtupfer im Blumenbeet. Dies sieht ganz grau-braun aus und hält irgendwie noch Winterschlaf. Da ist gar nichts, was den Blick auf sich zöge. Doch diese Krokusbüschel sind eine wahre Freude! Sie haben sich durch Erdreich und Totholz, Schnee und Eis den Weg gebahnt und blühen nun in voller Pracht. Ihre Präsenz lockt Insekten an, die aus filigranen Blumen ersten Blütenstaub holen.

Beim Gang durch den Garten oder auch einem Spaziergang übers Feld kann einem in dieser Zeit das Herz aufgehen. Man spürt, wie die Schöpfung erwacht. Neues Leben kündigt sich an. Erstblüher zeigen ihr buntes Kleid und versprühen süßlichen Duft, Knospen gehen auf, Singvögel lassen ihre Stimmen erklin-gen… Wo man solches wahrnimmt, dort tritt Anderes in den Hintergrund. Auch das, was uns schon lange quält. Unser Blick konzentriert sich auf positive Veränderung draußen und das lässt uns nicht unberührt. Im Inneren spüren wir selber ein Stück Freude. Ausgelöst von den vielen Signalen, mit denen die Natur aufwartet.

Als glaubender Mensch möchte man fragen: Ist es wirklich die Natur an sich? Gewiss nicht. Sie ist nur Ausdruck einer Kraft, die dahintersteht und die sie gewollt hat. Wir teilen die Überzeugung, dass die Über-raschungen in der Schöpfung, tiefe und hohe Temperaturen bzw. ihre Auswirkungen Gottes Phantasie widerspiegeln, mit der er uns Menschen in seiner Lieber berühren will. Er weiß doch, dass wir uns nach langen dunklen Tagen nach der Alternative sehnen! Erst recht in der Gegenwart, die noch durchzogen ist von Unsicherheit und Sorge. Trotzdem oder gerade deshalb: Farbtupfer gegen das Grau, inneren Aufbruch gegen Stillstand, Freude gegen Apathie. Das sind Gottes Präferenzen, seine indirekte Art, uns seine Gegenwart zu zeigen. Beim nächsten Aufenthalt draußen will ich mir das gerne bewusst machen und Gott mit meinem Gebet ehren. Dafür, dass seine Güte niemals aufhört. Welch ein Trost!

„HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!
Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter“ (Psalm 104, 24)

„Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang, Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, Dank für das Wort, dem beides entspringt…
Dank für die Spuren Gottes im Garten, grünende Frische, vollkommnes Blau…“ (Ev. Gesangbuch Nr. 455)

Mit frühlingshaften Grüßen,

Ihr Pfarrer Horst Porkolab

 

Hinweis

Alle wichtigen Infos und etwaige Änderungen zu unserem Gemeindeleben finden Sie hier oder in unserem Gemeindebrief WIR, den Sie von der Startseite aus downloaden können.

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21.03.2020



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