Losung für den 15.05.2021

Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. Klagelieder 3,26

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. 2.Thessalonicher 3,5

Gemeindezeitung

Unserere Gemeindezeitung (WIR in der Evangelischen Kirchengemeinde Jüchen) erscheint zweimonatlich. Hier können Sie die online-Versionen ansehen und downloaden.

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Service

Sonntagswort-53

Aktuelles

Inspiriert. Sonntagswort Jüchen

Unser geistliches Leben soll in Zeiten von Corona nicht verkümmern. Daher finden Sie nun jeden Samstag an dieser Stelle unser Angebot "Inspiriert. Sonntagswort Jüchen".

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

wer mit offenen Augen in der Natur unterwegs ist, kann durchaus Interessantes feststellen, nachdenklich werden. Neulich staunte ich nicht schlecht über das, was sich mir am Straßenrand zeigte: Eine stattliche Rotbuche, schätzungsweise an die hundert Jahre alt, säumt den Weg. Sie hat schon manche Passanten gesehen und vieles erlebt. Gutes; ihre Wurzeln kann sie in die benachbarte Wiese tief eingraben und aus dem Erdreich herausholen, was sie braucht. Schweres; Stürme haben Äste beschädigt. Manche wurden danach am Ansatz abgesägt. Einer ganz frisch. Ein anderer ist längst entfernt worden. An der Stelle ist der Baum nach innen gefault. Moder und Spinnweben finden sich reichlich. Doch, genau aus diesem Lokalsterben erwächst neues Leben. Ein zarter Sprößling grünt und streckt sich dem Licht mutig entgegen.

Ein Baum, ein Teil der Natur wird dem aufmerksamen Betrachter zum Lehrmeister in Sachen Hoffnung! Ein Baum? Ich würde eher sagen: Gott. Seine Schöpfung ist voller wunderbarer Symbole. Abbilder unseres eigenen Ergehens. Zu unserer Lebenserfahrung dürfen wir viel Gutes zählen, z.B. die Gemeinschaft von Menschen in Familie und Freundeskreis, die uns trägt. Beruf, Auskommen, versorgt sein, Frieden, erfüllende Aufgaben. Manches haben wir im Laufe des Lebens erreichen können, auf das wir – näher betrachtet – stolz sein können. Wir haben aber auch Federn gelassen, Stürme erlebt. Brüche gab es, kleine, vielleicht sogar große Unglücke, Verluste, Krankheit. Wünsche blieben auf der Strecke, Träume mussten sterben und begraben werden.

Und nun immer noch diese Krise. Irgendwo ist unser „Lebensbaum“ gestört, kann sich nicht recht entfalten. Doch es gibt Hoffnung. Mit dem Impffortschritt geht das Überlegen einher, Lockerungen zu ermöglichen, gewohntes Leben wieder mehr zuzulassen. Ein verfrühtes Wagnis? Wer kann das sagen. Auf alle Fälle gibt es keinen Aufschrei der Mediziner. Und das nährt die Zuversicht – bei aller weiterzuführenden Umsicht -, dass sich unbeschwertes Leben am weiten Horizont zeigen darf. Aus erlittenen Brüchen, Einschränkungen, Problemen und Notlagen kann Neues entstehen. Neues, das wir sehnsüchtig erwarten und das uns bereits jetzt schon inneren Antrieb verleiht. Möge es mit Gottes Hilfe wachsen und zunehmen.

Gütiger Gott,
du hast die Schöpfung zu deinem Lehrmeister gemacht und uns erkennen lassen, dass die Kraft des Lebens stärker ist als alles andere. Heute möchten wir dir danken für alles, was an unserem Leben gut ist. Auch dafür, dass du unseren Glauben gerade in stürmischen Zeiten gestärkt hast.
Ein entspanntes, positives Gefühl greift um sich. Zuversicht wächst, dass der Kampf gegen das Virus schließlich erfolgreich sein könnte. Wir bitten dich, segne weiterhin alle, die sich mit ihrer Kompetenz für dieses Ziel einsetzen. Schenk allen Menschen weiterhin Geduld und Ausdauer. Sei auch ganz besonders bei denen, die Trost und Hilfe nötig haben. Danke nochmals dafür, dass wir uns dir anvertrauen, uns dir entgegenstrecken dürfen. Wir wissen, dass von dir allein Heil und Rettung kommt. Amen.

Hoffen wir das Beste. Freundliche Grüße

Ihr Pfarrer Horst Porkolab

 

Hinweis

Alle wichtigen Infos und etwaige Änderungen zu unserem Gemeindeleben finden Sie hier oder in unserem Gemeindebrief WIR, den Sie von der Startseite aus downloaden können.

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21.03.2020



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