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20. Dezember

Hier steht Martin Luther an der Tür der ...

Lupe

Heute vor 464 Jahren starb - 20. Dezember 1552 - Katharina von Bora in Torgau.

Mit 16 Jahren legte sie die Ordensgelübde in dem Zisterziensinnen-Kloster Nimbschen bei Grimma ab. Das bedeutete, dass sie sich für den Rest ihres Lebens dem Kloster und seinen strengen Regeln verpflichtete.

Martin Luthers Gedanken, die das Klosterleben fundamental in Frage stellten, erreichten und bewegten auch die Nonnen dieses Klosters. Als Katharina 24 Jahre alt war, floh sie in der Osternacht zusammen mit 11 weiteren Nonnen aus dem Kloster und kam nach Wittenberg.

Martin Luther heiratete zwei Jahre später Katharina von Bora. Als ehemaliger Mönch und ehemalige Nonne bekamen die beiden keine rechtliche Heiratsgenehmigung. Deshalb luden sie einige Freunde ein und versprachen sich einander vor ihnen. Aber eine kirchliche Trauung war möglich: sie geschah am 27. Juni 1525 in der Schlosskirche zu Wittenberg durch den Freund Johannes Bugenhagen.

Für Katharina und Martin war es eine große Umstellung, aus dem Leben hinter - ja auch - schützenden Klostermauern in ein Familienleben hineinzufinden. Martin konnte Zeit seines Lebens nicht mit Geld umgehen. Alle finanziellen Angelegenheiten oblagen deshalb Katharina. Sie scheint darüber hinaus ein Händchen gehabt zu haben fürs Planen und Organisieren.
1526 bekam Luther von seinem Landesherrn das Schwarze Kloster in Wittenberg geschenkt, das ehemalige Augustinerkoster. Dort lebte er mit seiner Familie.

Als 1527 die Pest in Wittenberg ausbrach, glich das Schwarze Kloster einem Krankenhaus, in dem die hochschwangere Katharina sich um die Kranken kümmerte.
Einige Jahre später erwarb Katharina als Altersvorsorge das Gut Zülsdorf, das ihrem Halbbruder gehörte, der aber nicht halten konnte. Es lag etwa 100 km von Wittenberg entfernt und war für Katharina  Rückzugsmöglichkeit, aber auch ein weiterer Betrieb, den sie zu bewirtschaften hatte.

Martin schätze seine Frau sehr. Das zeigen die „Tischreden“, in denen Studenten und Gäste der Familie Aussagen von ihm schriftlich festgehalten haben. Das zeigen auch Briefe, die Martin an Katharina schrieb, und in denen er liebevolle Anreden für seine Frau verwendet: „mein Herr Käthe“ nennt er sie und drückt damit seine Hochachtung vor ihren betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten aus. Seine Anrede „Morgenstern zu Wittenberg“ ehrt, dass Katharina schon frühmorgens mit ihrem Arbeitspensum beginnen musste. Für eine Frau ihrer Zeit sehr unüblich, beteiligte sich Katharina an den Gesprächen bei Tisch und äußerte ihre Meinung frei heraus. Es war selbstverständlich, dass sie auch an den Gesprächsrunden im Hause Luther teilnahm, in denen sich die Gelehrten über theologische Themen auseinandersetzten. Es ist davon auszugehen, dass sie ihrem Mann nicht nur den Rücken frei hielt, sondern aktiv an seinen Gedanken und Aufgaben teilhatte.

Als Martin 1546 starb, waren der älteste Sohn Johannes 20 Jahre und die jüngste Tochter Margarethe 12 Jahre alt. Testamentarisch hatte Luther seine Frau als Alleinerbin und als Vormund für die Kinder eingesetzt. Aber diese Bestimmungen verletzten das damalige sächsische Erb- und Versorgungsrecht und stießen auf großen Widerstand. Es dauerte einige Zeit, bis sie wenigstens teilweise rechtskräftig werden konnten. Die vielen Widerstände, die Katharina dabei entgegengebracht wurden, zermürbten sie. Als Frau und Witwe verschlossen sich Türen vor ihr, die ihr mit Martin Luther als Ehemann selbstverständlich offen gestanden hatten. Der Schmalkaldische Krieg brach aus (1546/47). Katharina floh mit den Kindern nach Dessau und nach Magdeburg. Als sie zurückkehrten, waren die sorgsam gepflegten Ländereien verwüstet. Armut legte sich über die Familie.

Die Pest suchte Wittenberg erneut heim. Katharina wollte mit ihren Kindern zu Freunden fliehen. Auf dem Weg dorthin stürzte sie vom Wagen, als sie die durchgehenden Pferde beruhigen wollte. Von diesem Sturz erholte sich Katharina nicht. Drei Monate später, am 20. Dezember 1552, starb sie in Torgau. Was ihr als Witwe verwehrt wurde, war am Grab wieder möglich: sie wurde mit großen Ehren in Torgau beigesetzt.

Quelle: Frauen der Reformation, Ev. Frauenhilfe in Westfalen, 2010 (gekürzt)

 

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Evangelischen Kirche Kaldenkirchen

1533 - Erste Spuren der Reformation in Kaldenkirchen. Seit 1560 amtierte mit Johann Backes der erste reformierte Pfarrer in Kaldenkirchen.
1572 - Erste Erwähnung der Reformierten Gemeinde Kaldenkirchen
1615 - Im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts massive Unterdrückung der reformierten Gemeinde („Gemeinde unter dem Kreuz“).

Nachdem am 30. Oktober 1670 das reformierte Kirchlein in Kaldenkirchen zusammen mit mehreren Nachbargebäuden einem Großbrand zum Opfer gefallen war, beschloss die Gemeinde den Neubau auf dem Hofplatz des Pfarrhauses.

Die Kirche wurde in den Jahren 1672 bis 1674 erbaut. Um zur damaligen Zeit Ärger mit der katholischen Bevölkerung zu vermeiden, durfte sie nicht sichtbar an der Straße stehen und auch keinen Glockenturm haben. So entstand eine klassische reformierte Hofkirche. Finanziert wurde der Neubau der Kirche auch durch viele Spenden aus den benachbarten Niederlanden. Zur damaligen Zeit wurden auch die Gottesdienste in niederländischer Sprache gehalten, denn die Prediger kamen in der Regel von dort.

Im Jahr 1700 wurde neben dem Pfarrhaus eine evangelische Schule erbaut, die 1830 durch einen Neubau am Kirchplatz ersetzt wurde.

Seit 1905 wurde die Pfarrwohnung und eine nicht mehr genutzte Lehrerwohnung zu Gemeinderäumen umgenutzt. Für den Pfarrer wurde 1905 ein Haus in der Bahnhofstraße 30 angekauft, und 1957 baute die Gemeinde ein neues Pfarrhaus in der Friedrichstraße 50 zusammen mit einem Jugendzentrum und einem Gemeindebüro.

Die erste Kanzel wurde 1714/15 durch eine neue ersetzt. Diese barocke, für eine reformierte Kirche fast zu üppige Kanzel steht bis heute im Mittelpunkt des Kirchraums.

Erst mit der Einführung der allgemeinen Glaubens- und Religionsfreiheit (was in Kaldenkirchen erst 1815 mit dem Anschluss des Herzogtums Jülich an Preußen der Fall war) konnten die reformierten Gemeinden „Flagge zeigen“ und mit ihren Kirchen öffentlich hervortreten. 1839 wurden auf die Kirche ein Glockenturm mit zwei Glocken gesetzt und die Kirchfenster vergrößert.

Größere Innenrenovierungen der Kirche fanden 1923 in der schlechten Inflationszeit der Weimarer Republik und 1963-1965 statt. Bei dieser letzten großen Renovierung wurden Glasfenster für die Kirche durch den Schaager Glasmaler Joachim Klos entworfen.

Quelle: http://www.evangelische-kirche-kaldenkirchen.de/

 

 

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