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für den 10.12.2019

Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.

2.Mose 34,10

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450 Jahre Evangelisch in Krefeld

Jubiläumsfest am Reformationstag

Zum Festgottesdienst in die Alte Kirche kamen über 400 Menschen aus Krefeld und Umgebung. Beim anschließenden Empfang wurde die Bedeutung der Protestanten für die Stadt hervorgehoben. Weiter unten als PDF die Predigt sowie Beiträge aus den Medien.   

Auf eine Tradition von 450 Jahren kann das „Evangelische Krefeld“ zurückblicken. Eigentlich sind es bereits 451 Jahre. Jedoch ist die Kirchenordnung, die Graf Hermann von Neuenahr und Moers 1560 erlassen hatte, in ihrem Text nicht mehr auffindbar. Das erste urkundlich belegte Datum ist der 20. Mai 1561, zu dem Graf Hermann seinen Moerser Drosten aufforderte auf Krakau diejenigen in einem Verzeichnis zu erfassen, „so sich wider meine Kirchenordnung mutwilliger weiß setzen“. Dem Grafen war 1542 das Lehen „Schloß, Stadt und Ländchen von Krakau und Krefeld“ von seinem Vater übertragen worden mit der Auflage, das (evangelische) Kirchenregiment wie in Moers anzuerkennen. Abgesichert wurde dies durch den Augsburger Religionsfrieden von 1555 als Bestätigung des Passauer Friedens von 1552. Demnach wurde den weltlichen Fürsten Religionsfreiheit zugesichert sowie das Recht, über die Religion ihrer Untertanen zu bestimmen.

Bis 1959 gab es in Krefeld „nur“ eine Evangelische Gemeinde. Uerdingen gehörte bis 1849 zur Gemeinde Friemersheim, ist seitdem selbständig. Hüls wurde 1964 selbständig, gehörte zunächst zu Kempen, dann zur Doppelgemeinde St. Tönis / Hüls. Nach Erlass der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) von 1952 sind Gemeinden, die über mehr als fünf Pfarrstellen verfügen, zu teilen. So wurden aus einer Gemeinde 1959 vier, 1965 sieben. Heute gehören zum Evangelischen Krefeld neun Kirchengemeinden (inkl. Hüls und Uerdingen) mit 14 Kirchen zuzüglich Gemeindehäusern mit etwa 46.000 Gemeindemitgliedern und rund 200 hauptamtlich Mitarbeitende. Es gibt sieben Kindergärten, vier Altenheime und eine Diakoniestation, Altenheimseelsorge und Altenwohnungen, das Haus der Familie und Mehrgenerationenhaus, die Ev. Kinder- und Familienhilfe Bruckhausen, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus „Die Funzel“ und die Jugendwerkstatt Fichtenhain. Zudem unterrichten acht Schulpfarrerinnen und -pfarrer des Gemeindeverbandes an Krefelder Gymnasien und Berufskollegs. Am Ökumenischen Arbeitslosenzentrum Krefeld-Meerbusch ist der Verband ebenfalls beteiligt.

Am Reformationstag feierten über 400 Menschen in der Alten Kirche in Krefeld "450 Jahre Evangelisch in Krefeld"

23.11.2011



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