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für den 04.08.2020

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Mut-Mach-Tag im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Kempen

Ich weiß, ich kann das gut!

"Stärken stärken – Schätze heben – MUTmuskeltraining" lautete das Thema für einen ermutigenden Tag.  Dieser Einladung der Referate des Kirchenkreises waren über 40 Frauen und Männer aus dem gesamten Kirchenkreis gefolgt.

Mutmacherin Tanja Peters auf der Super-Star-Bühne, Gemeindezentrum Ev. Kirchengemeinde Kempen. Foto: Bettina Furchheim LupeMutmacherin Tanja Peters auf der Super-Star-Bühne, Gemeindezentrum Ev. Kirchengemeinde Kempen. Foto: Bettina Furchheim

Referentin Tanja Peters aus Köln ist Mutmacherin: „Mutigsein – dabei geht es nicht unbedingt um große Dinge.“ Es gehe vor allem darum, einen guten Selbstwert zu haben. Jeder könne sich verändern und sich Dinge trauen, die ihm schwerfallen. Jeder tue das in seinem eigenen Tempo. Es gehört Mut dazu etwa „Englisch zu sprechen vor einer großen Runde“ - „an Weihnachten eine Einladung abzusagen“ - „einer Freundin Grenzen aufzuzeigen“. So lauteten Beispiele aus der Runde.

Das Wichtige sei, den ersten Schritt zu tun, loszulaufen, obwohl es einem schwerfalle, so Peters. Dazu gehöre auch sich zu erlauben, hinzufallen. Eine Fehlerkultur sei wichtig, sonst gehe man erst gar nicht los. „Ich muss mir selbst wichtig sein“, betonte Peters. „Sonst muss ich immer nur anderen gefallen.“ Seine Meinung zu sagen, dazu gehöre Mut. Grenzen zu ziehen, aber auch die eigenen Stärken herauszustellen.

Vergleiche lohnen sich nicht, davon ist Peters überzeugt. Es gebe ja fast immer jemand, der besser sei. Es mache auch keinen Sinn, auf andere zu schauen, sich dadurch selbst abzuwerten. „Wichtig ist, mich zu vergleichen mit mir selbst von gestern, wie ich da war“, meinte Peters. „Ich glaube wirklich, mutig zu sein, macht frei.“ Wenn jemand Zweifel und Sorgen habe, nicht wisse, wie es weitergehe und dennoch losgehe, Schritt für Schritt, dann sei er frei. Der „Mutmuskel“ lasse sich trainieren. Das Training sei, den ersten Schritt zu gehen.

Die Teilnehmenden beim Mut-Training. Foto: Bettina Furchheim LupeDie Teilnehmenden beim Mut-Training. Foto: Bettina Furchheim

Stärken stärken: Orgnisationstalent, strukturiertes Arbeiten, gut zuhören, ...

„Stärken stärken – welche Stärken habt Ihr?“ fragt Peters die Teilnehmenden. Es braucht einen Moment, bis alle die vorgegebene Zahl von fünf beisammen haben. Das ist nicht so einfach. Sind doch die meisten eher gewohnt zu sagen, was sie nicht können. In vier kleineren Runden erklären die Frauen (und drei Männer) den anderen, was sie gut können, warum sie gut sind, welche Stärken sie haben. Vielleicht liegt es an den Berufen der Teilnehmer – häufig ist zu hören: Organisationstalent, strukturiertes Arbeiten, gut zuhören, interessiert an Menschen.

Einige der Teilnehmenden trauten sich auch auf die improvisierte Superstar-Bühne und zeigten den anderen, was sie längst schon einmal zeigen wollten: tanzen, vor einer Gruppe reden, über eigene Talente berichten.

„Ihr müsst präsent sein, wenn ihr einen Raum betretet“, erklärte Peters und begann mit einer Übung, zu zeigen, wie dies zu schaffen sei. Lucifer aus einer Netflix-Serie habe richtige Flügel, stark wie bei einem Vogel. „Stellt Euch diese Flügel an Eurem Rücken vor“, sagte sie. „Könnten wir bitte Engelsflügel nehmen“, meint eine Teilnehmerin. „Ich habe Schwierigkeiten in der Vorstellung mit Lucifer.“ In der Vorstellung mit starken Engelsflügeln, die dem Rücken entspringen, richten sich alle auf – scheinen zu wachsen. „Genauso kann es aussehen“, lobte Peters, „einen Raum einzunehmen, wenn man ihn betritt.“

Bettina Furchheim

 



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