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Ab 12. März, Mediothek Krefeld: Ausstellung zur Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Nie wieder!

"Nie wieder!" lautet der Titel der Ausstellung in der Mediothek Krefeld, die ab 12. März zu sehen sein wird. Schülerinnen und Schüler des Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums in Fischeln nahmen Anfang Februar an einer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil.

Plakat zur Ausstellungseröffnung: MSM und Kirchengemeinde Krefeld-Süd LupePlakat zur Ausstellungseröffnung: MSM und Kirchengemeinde Krefeld-Süd

Die Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz hatte die Ev. Kirchengemeinde Krefeld-Süd angeboten, unter der Leitung von Pfarrerin Annette Vetter.
 
Ihre Eindrücke von der Fahrt verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Objekten und Texten, die in der Mediothek ausgestellt werden. Erstmals stellen die Jugendlichen ihre Eindrücke nicht in der Schule, sondern im öffentlichen Raum aus. Hintergrund ist das Anliegen, Schülerinnen und Schüler mehr zu Partizipation am öffentlichen Leben einzuladen und dadurch zugleich den Austausch mit der Krefelder Bevölkerung zu ermöglichen.

Vernissage ist am Dienstag 12. März 2019 um 17 Uhr in der Mediothek.
Zwei Schülerinnen werden je einen Text vortragen, den sie in Vorbereitung bzw. zur Reflexion ihrer Fahrteindrücke geschrieben haben.

"Werteerziehung nach Auschwitz" - ein fächerübergreifendes Projekt am MSM

Die Zeit des Nationalsozialismus ist nicht nur ein Thema für den Geschichts- oder Politikunterricht, meint die Pfarrerin und Religionslehrerin Annette Vetter. Ihr Projekt "Werteerziehung nach Auschwitz" funktioniert deshalb fächerübergreifend.

Kern ist eine Schülerfahrt nach Auschwitz, die sie vor über 15 Jahren das erste Mal am Maria-Sibylla-Marian-Gymnasium angeboten hat. Damals fuhren 13 Schülerinnen und Schüler mit, inzwischen sind es jeweils um die 80 – etwa zwei Drittel der jeweiligen Jahrgangsstufe. Die Vorbereitung auf die Fahrt dauert fast ein Jahr. In dieser Zeit erkunden die Jugendlichen u.a., wie das jüdische Leben in Krefeld vor und während der NS-Zeit aussah und wie es heute darum bestellt ist. Außerdem sprechen sie mit Zeitzeugen und entdecken, wie und wo Antisemitismus zum Beispiel im Internet verbreitet wird.

Zahlreiche Lehrkräfte aus dem Kollegium sind in das Projekt eingebunden und unterstützen es aktiv – unter anderem durch Workshop-Angebote. Ziel ist es – so Pfarrerin Annette Vetter – "junge Menschen darin zu unterstützen und zu schulen, ihr eigenes Bild von Welt und von Menschen zu entwickeln." Die Herrschaft der Nationalsozialisten bezeichnet sie als "den absoluten Tiefpunkt von Werteverfall" und als eine Zeit, "in der Menschen Gehorsam höher gestellt haben als eigene Denkfähigkeit und eigene Entscheidungsfähigkeit."

Hier ein Link zu einem Beitrag über die Fahrt 2018: https://www.himmelunderdeonline.de/hue/-das-waren-menschen-keine-nummern-.php

 



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