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Herbstsynode in Viersen

Aufbruchstimmung im Kirchenkreis Krefeld-Viersen

„Im Vordergrund der Synode stand die gute Stimmung und die Energie, Neues anzugehen“, resümierte Superintendentin Dr. Barbara Schwahn die Tagung am 9. November in Viersen. Es war ihre erste Synode als Superintendentin des Kirchenkreises Krefeld-Viersen.

Vor dem Verwaltungsamt des Kirchenkreises: Superintendentin Dr. Barbara Schwahn und Verwaltungsleiter Martin Schmidt. Foto: Bettina Furchheim LupeVor dem Verwaltungsamt des Kirchenkreises: Superintendentin Dr. Barbara Schwahn und Verwaltungsleiter Martin Schmidt. Foto: Bettina Furchheim

„Ich konnte eine große Zustimmung spüren, die Vergangenheitsbewältigung jetzt abzuschließen und konzeptionelle Arbeiten anzugehen“, ergänzte Schwahn. Zu Recht, denn die Arbeitsrückstände aus vergangenen Jahren konnten in diesem Jahr erfolgreich aufgearbeitet werden. Alle Jahresabschlüsse aus vergangenen Jahren wurden inzwischen erstellt.

Die kreiskirchliche Umlage von 11,2 Prozent des bereinigten Kirchensteueraufkommens in 2019 wird einmalig auf 7,0 Prozent in 2020 gesenkt. Das bedeutet, die Gemeinden müssen weniger an den Kirchenkreis für seine Arbeit, die er zentral für die Gemeinden übernimmt, bezahlen. Das entspricht dem Betrag, den die Gemeinden in den Jahren 2012 bis 2017 mehr bezahlt haben, da der Kirchenkreis über keine verlässlichen Zahlen verfügte. „Dieses Geld wanderte in die Rücklagen“, erklärte Schwahn. „Da es nicht verbraucht wurde, wird es den Gemeinden zurückgegeben.“
Das Haushaltsvolumen des Kirchenkreises liegt bei 7,6 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro werden bewusst aus den Rücklagen entnommen, um den Gemeinden das von ihnen einbezahlte Geld von knapp 1 Million Euro wieder zurückgeben zu können. Die Umlage soll ab 2021 wieder auf 9,8 Prozent steigen.

Bei der nächsten Synode im Frühjahr sollen erste konzeptionelle Veränderungen, zur Pfarrstellenentwicklung und zur Regionalisierung, beschlossen werden. „Wir haben viel Rückenwind, was Beschlüsse angeht“, meinte Superintendentin Schwahn. „Nach einem Kommunikationsprozess unter den Gemeinden werden wir im Frühjahr erste Dinge auch beschließen.“

In der Andacht in der Kreuzkirche zu Beginn der Synode wurde Martin Schmidt in sein Amt als Verwaltungsleiter durch die Superintendentin eingeführt. Schmidt ist ebenso wie Schwahn seit dem 1. September beim Kirchenkreis Krefeld-Viersen. Martin Schmidt ist gelernter Sparkassenkaufmann und Diplom-Psychologe und war zuvor seit 1997 in der Sparkassen-Finanzgruppe tätig, u.a. von 2009 bis 2013 als Leiter der Rheinischen Sparkassenakademie in Düsseldorf.

Für Schmidt ist wichtig, so wurde in seinem Bericht auf der Synode deutlich, „Verwaltung soll den Kirchengemeinden und den Gemeinschaftseinrichtungen die Last der Verwaltung abnehmen.“ Sie verstehe sich als dienende Verwaltung. „Die Kirchengemeinden und ihre Mitarbeitenden sollen überzeugt sagen können: Wir sind froh, dass es die Verwaltung gibt, denn sie ermöglicht uns die Konzentration auf unseren Auftrag“, erklärte Schmidt.
In den Berichten von Superintendentin Schwahn und Verwaltungsleiter Schmidt wurde der Schwung deutlich, mit dem die beiden „Neuen“ im Kirchenkreis unterwegs sind.

Pfarrer Christoph Tebbe ist neuer Skriba des Kirchenkreises. Foto: Homepage Kirchengemeinde Krefeld-Nord LupePfarrer Christoph Tebbe ist neuer Skriba des Kirchenkreises. Foto: Homepage Kirchengemeinde Krefeld-Nord

Pfarrer Christoph Tebbe zum Skriba gewählt

Neu im Leitungsteam des Kirchenkreises ist seit Samstag Pfarrer Christoph Tebbe, der zum Skriba, sprich zweitem Stellvertreter der Superintendentin, gewählt wurde. Er ist Nachfolger von Pfarrer Marc-Albrecht Harms  aus Fischeln, der das Amt knapp drei Jahre inne hatte und es aus zeitlichen Gründen abgab. Pfarrer Tebbe ist  seit zehn Jahren Pfarrer der Kirchengemeinde Krefeld-Nord, an der Lukaskirche in Gartenstadt.
 

Jona-Kirche in Wachtendonk - eine der drei Kirchen der Gemeinde Straelen-Wachtendonk. Foto: Bettina Furchheim LupeJona-Kirche in Wachtendonk - eine der drei Kirchen der Gemeinde Straelen-Wachtendonk. Foto: Bettina Furchheim

Gemeinde Straelen-Wachtendonk aus dem Kirchenkreis verabschiedet

Verabschiedet aus der Synode wurde die Gemeinde Straelen-Wachtendonk, die zum 1. Januar 2020 in den Kirchenkreis Kleve wechselt. Die Gemeinde gehört kommunal zum Kreis Kleve, ein Zusammenwachsen mit den anderen Gemeinden aus Krefeld-Viersen verhindert die trennende Autobahn A40, auch gehört die katholischen Gemeinden zum Bistum Münster und nicht zum Bistum Aachen, wie die meisten anderen Gemeinden aus Krefeld-Viersen.

An den 9. November und die Geschehnisse in der Nacht zum 10. November 1938 erinnerte Pfarrer Volker Schran, Kirchengemeinde Alt-Krefeld, in seiner Andacht zu Beginn der Synode. Das Gedenken an die Pogromnacht, die sich zum 81. Mal an diesem Tag jährte, zog sich durch den ge-samten Tag, in Liedern und Gebeten. Die Kollekte wurde bestimmt für eine Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht in Viersen sowie für die Jüdische Gemeinde Krefeld.

Bettina Furchheim

 



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