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Felix Mendelssohn-Bartholdy

"Elias" kommt nach Lank

Drei Chöre ein Werk: Die Kantoreien der Friedenskirche Düsseldorf und der Ev. Kirchengemeinde Lank sowie der Ökumenische Chor Lank haben einzeln und gemeinsam geprobt. Am Sonntag, 11. Mai, 17 Uhr ist es soweit: Der Elias wird in St. Stephanus aufgeführt.

Grafik: Norbert Reiners LupeGrafik: Norbert Reiners

Der "Elias“ von F. Mendelssohn-Bartholdy wird am Sonntag, 11. Mai, 17 Uhr in St. Stephanus in Meerbusch-Lank, Hauptstraße 6 aufgeführt. Ausführende sind die Solisten Clementine Jesdinsky (Sopran), Michaela Trautmann (Sopran), Ulrike Kamps-Paulsen (Alt), Jörg Nitschke (Tenor) und Franz-Martin Preihs (Bass) sowie die Ev. Kantoreien Friedenskirche Düsseldorf und Lank, der Ökumenischer Chor Lank und das Rheinisches Oratorienorchester. Die Leitung haben die Kantoren Andreas Petersen aus Düsseldorf und Claudia Jacobs aus Lank. Eintritt an der Abendkasse: 20 / 12 Euro. Kartenvorverkauf (18 / 10 Euro) im Ev. Gemeindebüro, Nierster Straße 56 in Lank,im Kath. Pfarrbüro St. Stephanus, Gonellastraße und bei der Buchhandlung Mrs. Books, Hauptstraße 35 in Lank.

Bereits am Sonntag, 4. Mai, 18 Uhr gibt es eine Einführung in das komplexe Werk "Elias" in der Kreuzkirche Lank, Nierster Straße 56. Kantorin Claudia Jacobs und Gemeindereferentin Sabine Grotenburg berichten über den alttestamentarischen Hintergrund des Oratoriums und zeigen an Musikbeispielen wie Mendelssohn-Bartholdy die Inhalte variationsreich umsetzt. Hier ist der Eintritt frei.

Am Samstag, 10. Mai, 19 Uhr führen Chöre, Solisten und Orchester den "Elias" das erste Mal auf: in der Friedenskirche, Florastraße 55 in Düsseldorf-Oberbilk. Leitung: Claudia Jacobs, Meerbusch und Andreas Petersen, Düsseldorf. 

Bewegendes Oratorium

Probenwochenende in Haminkeln mit über 90 Sängerinnen und Sängern. Foto: Furchheim LupeProbenwochenende in Haminkeln mit über 90 Sängerinnen und Sängern. Foto: Furchheim

Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Elias“

Die Schilderung über den Propheten Elias im 1. und 2. Buch der Könige des alten Testaments bildet die Grundlage des „Elias“. Obwohl über Elias kein eigenes Prophetenbuch überliefert ist, zählt er doch zu den bedeutendsten Prophetengestalten des alten Testaments und wird in ähnlicher Weise wie Moses geachtet und verehrt. Beide verbindet die direkte Gottesbegegnung am Berg Horeb. Der Name Elias bedeutet zu deutsch „Mein Gott ist Jahwe“ und weist damit auf das Wirken dieses Propheten hin.

Das zweiteilige Werk beginnt ungewöhnlich: Vor der Ouvertüre steht ein Rezitativ des Elias, in dem er den vom Jahwe-Glauben abgefallenen Israeliten eine große Dürre und Hungersnot prophezeit. Ouvertüre und die ersten Stücke beschreiben die Folgen dieses Fluchs, die Klage und die Zusage der Hilfe Jahwes, falls sich das Volk zu ihm bekennt. („...und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieb haben…“).

Elias, durch seinen Fluch der Verfolgung ausgesetzt, muss fliehen. Durch das Eingreifen Jahwes trifft er auf eine Witwe, deren Sohn nach schwerer Krankheit, gestorben ist. Elias vollbringt das Wunder, ihn  wieder zum Leben zu erwecken. Nach dieser Episode folgt die Auseinandersetzung mit König Ahab und den Baals-Priestern. Die Verehrung Baals wurde wesentlich von Ahabs Frau, der Königin Isebel, gefördert. Damit wurde der Baalskult zu einer echten Bedrohung für den Jahweglauben. Baal ist ein Wetter- und Regengott, der im Herbst von Todesgöttern besiegt wird und im Frühjahr durch seine Frau  Astarte wieder zu Macht kommt. Die Rufe des Volkes: „Baal, erhöre uns!“ werden von Elias mit „Rufet lauter!“ verspottet.

Den Abschluss des ersten Teils bildet das „Regenwunder“. Musikalisch endet dieser Teil mit einer prachtvollen Fuge, in der im Orchester tonmalerisch die Wasserwogen dargestellt werden.

Mit mahnenden Worten wird der zweite Teil eröffnet. Diese mit einem Rezitativ unterbrochene Sopranarie mündet aber in den Zuspruch „Fürchte Dich nicht, ich bin Dein Gott“, der in einem groß angelegten Chorsatz zum Ausdruck gebracht wird. Der erneute Konflikt des Elias mit Ahab und vor allem mit seiner Frau Isebel führt zur Lebensbedrohung des Elias.

Um sein Leben zu retten flieht Elias in die Wüste. Der innere Kampf des Elias, und die Hilfe, die ihm in Gestalt von Engeln immer wieder Kraft und Zuspruch gibt, begleiten ihn auf dem Weg 40 Tage durch die Wüste bis zum Gottesberg Horeb. Mendelssohn gibt diesem Prozess musikalisch sehr viel Raum.

Der Höhepunkt des Werkes wird mit der Schilderung der Gottesbegegnung des Elias erreicht. Nicht in großen Naturgewalten sondern in einem „stillen sanften Sausen“ zeigt sich Jahwe dem Elias. In farbiger und plastischer Tonsprache schildert Mendelssohn schließlich die Himmelfahrt des Elias in einem herrlich Chorsatz.

Die letzten Stücke dieses Oratoriums weisen in die Zukunft auf den Messias hin.

Claudia Jacobs, Kantorin der Ev. Kirchengemeinde Lank

(im Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Lank, März - Mai 2014, S. 12 / siehe auch www.evkgmlank.de)

 

 

03.05.2014



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