Auf dem Weg zum Ökofairen Kirchenkreis
Auf dem Weg zum Ökofairen Kirchenkreis

Termine und Infos zum Themenjahr #FairWandeln im Ev. Kirchenkreis Krefeld-Viersen. 

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für den 14.06.2021

Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.

Klagelieder 3,25

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#FairWandeln

Kirchenkreis will Ökofair werden

#FairWandeln: Auf dem Weg zum ökofairen Kirchenkreis – darum ging es am Vormittag der Frühjahrstagung der 80. Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Krefeld-Viersen. Es folgten: Solidaritätsbekundung, Regionenfestlegung, KiTa-Stärkungspaket, ... 

Lupe

 

Der Video-Gottesdienst wurde von der AG Ökofairer Kirchenkreis gestaltet und zeigt eine Vielzahl bereits gelungener FairÄnderungen in Kirchengemeinden.

Im Anschluss gab Hans Haake vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie einen thematischen Impuls: „Wir stehen vor einer gigantischen, zivilisatorischen Herausforderung, wie wir sie wahrscheinlich noch nie hatten. Vom Wissen zum Selberrealisieren, ist noch ein weiter Schritt.“ Das, was bereits jetzt an Klimaerwärmung vorhanden sei, werde uns auf Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende begleiten. Es sei eine große Transformation, Umwandlung notwendig. Alles müsse geändert werden. „Warum wird es schwierig“, fragte Haake und gab direkt die Antwort: „Viele profitieren von der jetzigen Situation.“ Warum könne es gehen? Weil „wir wissen, was passieren müsste und die Zusammenhänge kennen.“ Vieles aus dem Konsum sei nicht notwendig, um glücklich zu sein. Die Politik könne Gelder locker machen, das habe sie in der Pandemie beweisen. Der Druck, etwas zu ändern, entstehe langsam. Im persönlichen Handeln gebe es bereits viele Möglichkeiten etwas zu verändern: Mobilität, Fleischkonsum, Heizen, nachhaltiges Investment, selber weniger nutzen und brauchen, Dinge reparieren, sich selbst versorgen und sich engagieren. Haake bestärkte die Synodalen auf dem Weg zum ökofairen Kirchenkreis: Als Kirche darüber reden und deutlich machen, wie wichtig diese Veränderungen sind – Kirche mischt sich ein in relevante Themen!

Über viele einzelne Aspekte der Beschlussvorlage zu #FairWandeln, wie beispielsweise „Lebensstil und Spiritualität“, „Klimaschutz konkret“ und „Ökofaire Beschaffung“ tauschten sich die Synodalen in Arbeitsgruppen aus.

Die Synode beschloss auf dem Weg zum Ökofairen Kirchenkreis weiterzugehen. So sollen beispielsweise Kirchengemeinden und Einrichtungen bei allen Beschaffungen und Auftragsvergaben neben den wirtschaftlichen Kriterien auch soziale und ökologische Kriterien anlegen. Ihren Gebäudebestand auf Möglichkeiten der Energieeinsparung und energetischen Sanierung prüfen und diese umsetzen. Auch der Bezug von Ökostrom, emissionsarme Mobilität und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität sollen mit in den Blick genommen werden. Regelmäßig wird über die umgesetzten Maßnahmen an die Synode berichtet. Ein „Rat für ökofaires Handeln“, der aus Delegierten aller Gemeinden und weiteren Interessierten besteht, soll dem Erfahrungsaustausch dienen und die Umsetzung der Maßnahmen fördern.

 

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Regionen festgelegt

Nach Beschluss der Synode im Herbst 2020 sollten die Gemeinden im Kirchenkreis Regionen bilden, um die kirchlichen Aufgaben auch in Zukunft wahrzunehmen und sicherzustellen. Die Gemeinden haben sich entschieden folgende Regionen zu bilden:
An Niers und Nette,
Viersen,
Kempen - Emmaus - St- Tönis - Anrath-Vorst,
Krefeld,
Meerbusch.
Hier sind alle 23 Gemeinden eingebunden.

Bis zur Frühjahrssynode 2022 sollen Konzepte entwickelt werden, wie die pastorale Versorgung künftig gewährleistet werden kann. Auch außergemeindliche Arbeitsfelder wie Schulpfarrstellen, Krankenhausseelsorge, Notfallseelsorge und diakonische Einrichtungen sollen in die regionalen Überlegungen aufgenommen werden. Zudem soll in den Regionen abgesprochen werden, wie nach der Pandemie digitale Gottesdienst- oder Andachtsformate in das Gottesdienstkonzept eingeordnet werden und wer für ihre Durchführung zuständig ist. Und wie Schritte auf dem Weg zu einem ökofairen Kirchenkreis gegangen werden.

Marina Steimann: Ab 1. August in Vollzeit als Referentin und Fachberaterin KiTas im Kirchenkreis tätig. Foto: privat LupeMarina Steimann: Ab 1. August in Vollzeit als Referentin und Fachberaterin KiTas im Kirchenkreis tätig. Foto: privat

KiTa-Stärkungspaket verabschiedet

Die Sicherung der Arbeit der Kindertagesstätten ist eine Aufgabe der Gemeinschaft der Gemeinden im Kirchenkreis Krefeld-Viersen. „Wir wollen die KiTas stark machen“, sagte Superintendentin Dr. Barbara Schwahn. „Sie sind elementare Orte, evangelisch zu leben.“ Hier erreiche Kirche die Menschen zwischen 20 und 40: die dort arbeiten und diejenigen, die ihre Kinder bringen und abholen. „Wir wollen, dass alle 23 evangelischen KiTas im Kirchenkreis bestehen bleiben“, erklärt Schwahn. „Deshalb stellen wir ein KiTa-Stärkungspaket auf.“
• Der Gedanke „Dienstleistung aus einem Guss“ für die Gemeinden wird weiterbearbeitet.
• In der Form einer Zukunftswerkstatt soll eine Vision für zukunftsfähige KiTas entwickelt werden – mit breiter Beteiligung von Trägern und KiTa-Leitungen.
• Zudem wurde die bisherige Stelle für das Referat Kindertagesstätten / Fachberatung aufgestockt, in Vollzeit ausgeschrieben und bereits besetzt. Marina Steimann wird in Vollzeit ab 1. August als Referentin und Fachberaterin KiTas für den Kirchenkreis arbeiten.

 



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